Pferd Hannibal 25 Jahre

Hanniball (25) Die Besitzerin bat mich mit Hannibal zu sprechen. Durch einen Unfall ist ihr klar geworden, dass sie vielleicht nicht mehr so viel Zeit mit ihm zusammen hat. Er war durch eine morsche Holzdecke gebrochen.

Er sagt er verwundert: „Aber ich werde immer hier sein, heute und morgen. Irgendwann geht mein Körper, aber dann bin ich nur auf einer anderen Weide. Dort werde ich nicht alt sein.“ Als ich mich in seinen Körper einfühle, spüre ich, dass er mit dem linken Auge etwas schlechter sieht, als rechts. Durch den Unfall hat er noch leichte Schmerzen im Brustkorb. Sein linkes Vorderbein tut noch etwas weh.

Er: bitte sage mir, ob ich es gemacht habe? Die Menschen waren so panisch, das hat mir Angst gemacht. Ich bin groß, sie waren überfordert.

Ich: Der Unfall vom Wochenende ist schon nicht mehr schlimm, stimmt das? Er zeigt mir, dass das Ereignis weit weg ist. Deine Besitzerin hat mir erzählt, dass Du auf das Schmerzmittel vom Tierarzt eine Allergie bekommen hast?

Hannibal: Tierärzte müssen mehr fühlen. Sie tun einfach das, was sie gelernt haben, ohne fühlen. Du fühlst.

Ich: Deine Besitzerin sagt, dass Du viele Freunde hast, Menschen, die Dich besuchen und auch andere Pferde.

Hannibal ganz stolz: Pferde und Menschen, die ich lange kenne. Ich liebe sie, sie sind nett zu mir, streichelnund tätscheln mich. Am liebsten würde ich mit allen zusammen jeden Tag auf einer großen Wiese sein. Alle sollen da sein und sich freuen, ich erkenne jeden einzelnen am Geruch, kenne seinen Atemrhythmus und seine Stimme.

Ich bin schon älter und wünsche mir spazieren zu gehen. Er zeigt mir den Waldrand mit einem Bach und kühlem Schatten. Ich möchte wie die Hunde an einer Leine gehen. Ich möchte niemanden tragen müssen, möchte langsam gehen, Zeit haben, genießen, riechen, fühlen. Ich mag Wasser und darin gehen. Seine Besitzerin erzählt mir nach dem Gespräch, dass sie mit ihm an solch einen Platz, seit der Sommer so heiß ist, immer wieder hinläuft, sie führt ihn.

Ich frage ihn nun, ob ich mit seinem Hohen Selbst, ob ich auf dieser Ebene mit ihm sprechen darf. Antwort: Ja, um weitere Ansichten und Erkenntnisse zu bekommen.

Er schickt mir Bilder: Er steht vor mir, gleich daneben nochmal er, das gleiche Pferd.

Er sagt: „Ich bin Eins und Zwei, ich bin Licht und Schatten, ich bin Spiegel und Original. Ich sehe immer wieder ihn und daneben nochmal und dann verschmilzt das Bild wieder.

Ich: Was bedeutet das?

Hannibal: Bin hier und dort, bin oben und unten. Alles ist mit Allem verbunden. Spürst Du es auch? Wenn ein einziges Tier stirbt oder eine Spezies ausstirbt, verändert das sofort und für immer das Ganze. Es verändert die Zukunft von Allem, was damit verbunden ist.“

Jetzt bekomme ich Gänsehaut, denn er zeigt mir seine Seele als höheres Wesen – riesengroß!! Wie ein alles überdeckender, riesiger Schatten mit Blick von oben auf die gesamte Erde.
Hannibal zieht mich innerlich mit einer immensen Kraft hoch ins Universum, wir blicken von oben auf die Erde und ich habe am ganzen Körper Geänsehaut und die Tränen steigen mir in die Augen, auch noch Tage später, wenn ich daran denke.

Er sagt: Wenn ein Schmetterling nicht mehr fliegt, dann hat das Veränderungen zur Folge wie ein Stein, der ins Wasser fällt und Kreise macht, immer größere, immer weitere.

An meine Freundin und Besitzerin: Setze Dich für meine gesamte Spezies ein. Viele meiner Art sind ihr Leben lang eingesperrt. Die Wilden unter uns laufen und laufen, die Wilden in uns wollen laufen, täglich weite Strecken, große Wiesen, weite Steppen, Almweiden. Einmal am Tag mit einem Menschen für 1-2 Stunden reiten ist nicht viel. Viele meiner Art stehen in ihren künstlichen Begrenzungen und weinen innerlich. Pferde können viel tragen, ertragen, lange Strecken laufen. Wir versuchen euch sogar auszuballancieren, wenn ihr auf unseren Rücken seid.

Ich bin alt und gemütlich geworden. Spazieren gehen reicht mir, um Freiheit zu fühlen. Ich danke meiner Freundin, dass sie ihr ganzes Leben für mich da war. Ihre Liebe berührt mein Herz, jeden Tag und ich möchte manchmal wirklich mit ihr nach Hause gehen. Hunde haben es gut. Danke, Du redest über Brigitte mit meiner Seele.

Ich: gibt es noch etwas lieber Hannibal, was ich weitergeben kann?

Hannibal: Nein, fühle, was ich erzählt habe und handle. Meine Freundin und Besitzerin in meinem Herzen und ich in ihrem. Alles ist verbunden.