Unser „Innerer Arzt“ – 5 Erkenntnisse zur Selbstheilung

Viele begeben sich erst dann auf die Suche nach den inneren Reserven, wenn diese fast ausgeschöpft sind. Aber es gibt Wege, wie Sie die inneren Kräfte wieder aktivieren können. Dabei spielen Faktoren wie Ernährung, Stressreduktion, Meditation, Bewegung und Energiearbeit eine große Rolle.

Zudem hat unser Unterbewusstsein einen größeren Einfluss als wir uns vorstellen können, und es gibt Methoden mit ihm zu reden.

Wo sitzt denn dieser innere Arzt in unserem Körper?

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Vielleicht stellt sich jemand eine kleine Arztpraxis in unserem Gehirn vor, in der ein Arzt oder eine Ärztin im weißen Mantel und strengem Blick sitzt. Das ist gar nicht mal so verkehrt, denn unser Gehirn ist die Steuerzentrale für die Prozesse, die uns immer wieder ins oder aus dem Gleichgewicht bringen. Seine wichtigste Aufgabe ist es, uns überleben zu lassen.

Das Gehirn registriert alles, was in unserem Körper passiert, Milliarden Nervenzellen „sprechen“ so gut wie ständig miteinander. Durch Signale steuern sie das Denken, Handeln und die Gefühle. Das Gehirn ist unsere Kommandozentrale. Wenn irgendwo im Körper das Gleichgewicht verloren geht, bekommt das Hirn Signale und leitet die Selbstheilung ein.

Wissen ist Macht!

Das Wunder Mensch mit seinem unglaublichen Körper, der Fähigkeit sich selbst zu reparieren und zu heilen, ist so komplex, dass es auch heute noch kaum durchschaut werden kann.

Fortlaufend erneuern sich unsere Zellen, ohne dass wir sie daran erinnern müssen. Ständig laufen Prozesse ab, die wir noch nicht verstehen. Das sind sinnvolle Heilweisen. Was die Natur, die Biologie und somit unser Körper tun, hat alles einen Sinn. Entzündungen oder Fieber sind Heilmechanismen. Unser Körper schaltet auf „Heilmodus“.

Allerdings unter Stress kann der Innere Arzt nicht gut arbeiten, da geht es ihm wie uns allen.

Hilfe durch Ärzte und Medikamente

PillenKDWenn es uns körperlich und seelisch gut geht, dann herrscht inneres Gleichgewicht und Harmonie. Wir fühlen uns voller Energie und wohl. Haben wir gesundheitliche Probleme wird uns klar, wie wertvoll jeder Tag ohne Schmerzen oder Einschränkungen ist.

Gehen wir zum Arzt, wünschen wir uns eine fundierte Diagnose, damit wir wissen, was uns genau beeinträchtigt. Bei akuten Zuständen, einem Herzinfarkt beispielsweise, einer nötige Operation und für die Verordnung lebensrettender Medikamente ist es  wichtig, dass es Hilfe seitens der Medizin und der Ärzte gibt. Die heutige Technisierung in der Medizin macht so viel möglich. Dadurch rückt aber auch die Beherrschbarkeit von Krankheiten in den Vordergrund, die Fokussierung auf ein bestimmtes Organ. Es gibt Spezialisten für alles, was unser Organismus zu bieten hat. Ich habe während meiner 17jährigen Kliniktätigkeit oft gedacht: Wie in einer Reparaturwerkstatt: Ersatzteile werden eingebaut, es wird geschraubt gehämmert, gespült, getupft, elektronische Meßgeräte angeschlossen, überall reingeschaut…….

Wenn man ein Bein gebrochen hat, muss man eine Weile Krücken nehmen, genau so sehe ich das auch bei Medikamenten, sie sind für mich wie Krücken um die Phase zu schaffen, bis ich wieder selbst das „Steuer“ für mich übernehmen kann.

Schade, dass heute das Verwaltungsdenken überall Einzug hält. Eine ganzheitliche Behandlung aus einem ganzheitlichen System wäre perfekt. Heute wird vom Chefarzt bis zur Putzfrau einer Klinik vorgeschrieben wie sie zu arbeiten haben. Dem Arzt, wie lange er mit Patienten reden darf, was er für Aufgaben und Pflichten hat. Der Putzfrau wie lange sie sauber zu machen hat. Würden alle in diesem System zum Wohle der Patienten an einem Strang ziehen, könnten wirkliche Begegnungen mit den Menschen stattfinden.

Wie kommt es aber dazu, dass wir krank werden?

Weh-Wehchen und diverse Symptome hat jeder einmal. Im schlimmsten Fall entwickelt sich daraus eine schwerere Erkrankungen. Nur, warum unternehmen wir erst dann etwas, wenn Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind? Hangeln uns durch den Alltag, mit Medikamenten, die die Symptome für eine Weile unterdrücken. Ein Symptom ist wie eine rote Warnlampe!

Nun, man kann die in Schieflage geratene Gesundheit versuchen mit Reparaturmaßnahmen zu stützen oder kann Symptome durch Medikamente nicht mehr spüren.  Es macht aber doch eigentlich gar keinen Sinn, eine Warnlampe zu ignorieren oder auszuschalten um Ruhe zu haben.

Unser Körper wird dann einfach immer mehr auf sich aufmerksam machen oder „Umleitungen“ kreieren, dass das momentane Symptom plötzlich an anderer Stelle auftaucht. Er möchte, dass wir uns kümmern, auf ihn achten, denn ohne ihn sind wir nichts. Unser Körper lässt uns Berührung fühlen, Dinge bewegen, die Schönheit der Welt sehen, hören. Unser Körper ist ein echtes Wunder und alle Professoren der Welt haben es noch nicht geschafft einen herzustellen.

Also, wie kriege ich das jetzt wieder hin?

Ballance-2176668_1920KDWir können unsere Selbstheilung aktivieren: Wenn uns in einer gewissen Situation etwas guttut, sollten wir es tun. Wenn wir nicht schlafen können überlegen: „was ist der Grund?“ statt zur Schlaftablette zu greifen. Uns fällt sicher etwas ein, was wir verbessern könnten um bald besser zu schlafen. Wir können voller Vertrauen sein, dass wir wieder heilen. Manchmal geht das nur Stück für Stück und jeder Schritt vorwärts zum Ziel Gesundung ist ein Erfolg.

  1. Begreife und nimm an, dass du krank bist. Es ist, wie es ist. Werde achtsam gegenüber Deinen Bedürfnissen.
  2. Harmonie, Inneres Gleichgewicht, Ausgeglichenheit sind wichtige Faktoren um uns gesund zu halten. Vielleicht denkst du jetzt: Wo soll ich nur die Zeit hernehmen mich damit zu beschäftigen? Ich habe so viel zu tun. Tue es dir zuliebe. Vielleicht magst Du Yoga, Qi Gong, Meditation.
  3. Durch unsere Lebensweise haben wir Einfluss, ob unser Körper seine inneren Heilkräfte nutzen kann. Wir müssen den Weg bereiten, Seele und physischen Körper in Einklang bringen. Gesundes Essen, gesunde Gedanken, genügend Schlaf, keine Genussgifte, Bewegung und Entspannung sind Stationen auf diesem Weg.
  4. Sei kreativ! Beginne das zu tun, was dir Spaß macht. Ob singen, malen, basteln, schreiben. Es ist Balsam für die Seele.
  5.  Stelle dich innerlich auf das Ziel der Heilung ein. Gehe in Gedanken mit dem Fokus genau dorthin. Sei gewiss, es wird klappen, auch wenn derk Weg noch kurvig ist. Jede Besserung ist ein Erfolg, der gefeiert werden muss.

Unser Körper ist irgendwann in eine Schieflage geraten. Die meisten von uns sind gesund auf die Welt gekommen mit einem unglaublichen Potential. Anfangs war alles stabil. Irgendwann fingen wir an uns anzupassen: an die Familie, die Essgewohnheiten, die Schule, die Gesellschaft, den Kulturkreis und die Zeit, in die wir hinein geboren wurden. Das was auf das stabile Fundament aufgebaut wurde begann zu bröckeln, das Gebäude schräger zu werden und irgendwann bricht es fast zusammen. An einer Schwachstelle werden wir krank.

Als Coach und Mentor ist es jetzt wichtig zu spüren: Welches Potential hat genau dieser Mensch, der gerade vor mir steht? Dann wird er Schritt für Schritt vorwärts in ein „Wohlfühl-Leben“ begleitet, damit er eigenverantwortlich sein Leben und seine Gesundheit wieder in die eigenen Hände nehmen kann.

Natürlich dürfen wir keine falschen Hoffnungen wecken und suggerieren, dass wir zaubern könnten, aber ALLES ist möglich, manchmal Schritt für Schritt oder Schale für Schale (Zwiebelprinzip). Das heißt auch, dass man bei Beschwerden zum Arzt gehen sollte. Bei einem Beinbruch braucht man einfach Krücken oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen die Technik der heutigen Medizin. Aber wir sollten aufhören zu glauben, dass es für alles eine Pille oder eine Reparatur gibt.

Das alles ist ein Prozess: Angst wird durch Zuversicht ersetzt. Denn Angst blockiert alles, jede Zelle. Zuversicht löst diese Angst mit dem Glauben daran, dass es gut werden kann. So kommt Bewegung in das System Mensch und der Körper kann anfangen seine Heilarbeit zu tun.

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