Kann die Selbstheilung Alles heilen?

Der eigene Körper kann viel

Er repariert, er erneuert, er heilt. Aber kann er das bei Allem? Bei jeder Krankheit?

Du kennst sicher Berichte über sogenannte „Spontanheilungen“ oder „Wunderheilungen“ und fragst dich, wie das geht und vor allem, ob es bei dir auch funktionieren würde?

Wenn du Symptome oder Schmerzen spürst und sichtbare Befunde daraus geworden sind, dann leisten dein Körper und dein Immunsystem schon lange Schwerstarbeit. Hast du schon einmal gesehen, wie die Natur heilt? Dann hast du gelernt, ein bisschen an Wunder zu glauben und zu staunen. Die Natur mach keine Fehler.

Ich habe einen Apfelbaum gesehen, in dessen Inneren jemand ein Feuer angezündet hatte. Trotzdem blühte er im Jahr darauf mit dem einzigen Ast, der ihm an dem schwarz verkohlten, völlig hohlen Stamm noch übrig geblieben war. Rosafarbene Apfelblüten bewiesen, was die Natur kann.

Apfelbluete

Selbstheilungskräfte stecken in allem, was lebt. Der „innere Doktor“ ist rund um die Uhr im Einsatz. Wer sich in den Finger geschnitten hat, kann beobachten, wie sich die Wunde in kurzer Zeit – ganz von allein – zusammenzieht, schließlich heilt und eine kleine Narbe noch eine Weile daran erinnert.

Aber die Frage war: kann mein Körper ALLES  wieder heilen?

Du denkst: „Sie erzählt mir hier was von in den Finger schneiden, das ist doch Pipifax. Ich meinte die richtig großen Geschichten!“

Es ist so, wenn wir die Signale unseres Körpers lange genug ignoriert haben und er nicht mehr anders kann, als ernsthaft krank zu werden, um die ersehnte Ruhe zu bekommen, dann wird es nicht einfach. Unsere Selbstheilung ist trotzdem – wie immer – aktiv, aber vielleicht kommen wir um eine Operation oder eine längere Behandlung nicht herum. Wir müssen stoppen um neu zu beginnen!

Wie lange wartest du eigentlich mit deinem Auto, wenn du eine kleine Roststelle entdeckst? Bis die Stelle sich über den halben Kotflügel vergrößert hat und dieser dann erneuert werden muss? So ähnlich ist es auch mit Heilung.

Wertschätzung und Selbstliebe, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sind die Zauberworte auf Deinem Heilungsweg.

  • Schätzt Du Dich wert, Deinen Körper?
  • Liebst Du Dich, Deinen Körper?
  • Achtest Du Dich, Deinen Körper
  • Spürst Du Dich, Deinen Körper?

Hinter jeder dieser Frage könnte stehen: „Wie Dein Auto?“Das kann aber jede/r durch etwas X-Beliebiges ersetzen.

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Nehmen wir aber die oben erwähnte Roststelle als Beispiel: Hast du Beschwerden und ignorierst sie oder schaust du ab und zu ob es trotz weiterem Stress und körperlicher Anstrengung schlimmer geworden ist? „Ach nein“ sagst du vielleicht. „Seht ihr, die Schmerzen werden nicht schlimmer, wenn ich zu wenig schlafe, zu viel Alkohol trinke oder rauche und Fastfood zu mir nehme. Selbst der Stress im Job – bin ein ganzer Kerl. Wusste ich’s doch, man soll nicht so „weicheimäßig“ tun. Und wann soll ich denn auch noch gesund kochen, mich ausruhen? Jede Minute ist ausgebucht!“ – Gut gebrüllt Löwe 😊.

Rechtfertigung

  • „Nur die Harten kommen in den Garten!“
  • „Stell Dich nicht so an!“
  • „der/die ……… raucht auch schon immer und ist total gesund…!“
  • „Was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder!“
  • „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“
  • „Ich kann nichts dafür, meine Eltern/Chef/Partner sind schuld!“

Mit solchen Gedanken versuchen wir unsere Angst zu kompensieren. Angst, dass es doch schlimm sein könnte oder dass da ein echter Befund ist. Das sind Entschuldigungen für uns selbst für unser Nichts-Tun und unser Nicht-Beachten von uns selbst.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht einfach ist, denn Alkohol, Nikotin und leckeres Essen sind unter „Genuss“ im Gehirn abgespeichert und es tut gut, dass andere schuld sind und wir quasi nur Opfer. Aber unser Körper ist bis ans Lebensende der einzige, den wir haben!

Inzwischen leben wir in dem Bewusstsein, dass es für jedes Leiden einen heilenden Eingriff, eine Therapie oder eben ein Gegenmittel gibt. Hast du mal überlegt, dass du dafür aber zuerst krank werden musst? Leiden musst? Schmerzen aushalten musst? Ängste ausstehen musst? Denkst du, das ist ein guter Deal? Nein, ein Deal ist es schon gar nicht, denn verhandeln fällt aus, vor allem mit wem? Mit Dir? Mit Gott? Mit dem Arzt?

Vielleicht können wir irgendwann nicht mehr komplett geheilt werden. Kann nur noch das Nötigste repariert werden. Die meisten sagen, wenn sie schwer krank werden: „Ich will mein altes Leben wieder zurück!“ Aber ich sage dir: „Das ist nicht Sinn der ganzen Veranstaltung!“ Du sollfst aus dem „Schlamassel“ etwas lernen, für dich ganz persönlich. Was ist falsch gelaufen und warum?

WAS? WIESO? WARUM? WANN? WIE? WO?

Fragen über Fragen:

  • Was ist schief gelaufen?
  • Wieso ist dieser Unfall/diese Krankheit gerade mir und vor allem jetzt passiert?
  • Warum habe ich genau diese Beschwerden bekommen?
  • Wann hat es eigentlich angefangen, wo liegt die Ursache?
  • Wie ist es soweit gekommen und wie geht es nun weiter?
  • Womit fange ich nun an, damit ich wieder gesund werde?
  • Wo bekomme ich Hilfe?

Aus meiner Sicht, sind Unfälle ähnlich wie Krankheiten. Beides wirft dich aus der Bahn, damit du dich neu sortieren musst. Du wirst aus dem „Alltags-Karussell geschleudert“.

Was ist schief gelaufen kurz vor dem Unfalls? Hast über den Streit mit deinem Partner/in nachgedacht? Haben dich die Sorgen über Deine Schulden beschäftigt? War da so viel Verzweiflung, dass du nicht aufgepasst hast, du nicht hier und jetzt bei der Sache warst?

Was ist schief gelaufen mit meinem Körper, dass ich z. B. diesen Durchbruch des Magengeschwüres hatte? Haben die Sorgen und Ängste über die Schulden den Auslöser gegeben? Der Streit? War es genau in dem Moment einfach zu Viel? Was esse/rauche/trinke ich eigentlich die letzten Monate? Nehme ich mir Zeit für Spaziergänge, Lachen, schöne Gespräche? Wie viel Stress habe ich bei der Arbeit? Bin ich zufrieden? Bin ich glücklich?

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Mögliche Antworten:

  • Ich war völlig blockiert, völlig starr, konnte gar nicht mehr flexibel denken und handeln.
  • Ich war ganz gefangen in dem Thema………….
  • Ich habe vor lauter Stress nur noch schnell Essen in mich reingestopft und zur Beruhigung ein paar Gläschen getrunken oder immer mal wieder eine Pausen-Zigarette geraucht.
  • Ich dachte nicht, dass das was ausmacht, das machen doch Viele.
  • Das Zwicken im Bauch und der lästige Husten, der Durchfall manchmal und die ständigen Kopf- und Nackenschmerzen waren jetzt nicht soooo schlimm und beim Arzt wartet man ja immer so ewig.
  • Wozu gibt es Schmerztabletten?
  • Schlafen kann ich auch nicht mehr so richtig, bin immer so müde.
  • Spaziergang? Wann denn?
  • Ich habe das Gefühl, mein Leben ist ziemlich leer und ernst geworden.

So oder so ähnlich könnten Deine Antworten lauten.

Der erste Schritt in die richtige Richtung

Achtung: Ab sofort ist jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung wichtig und du musst dir Zeit dafür nehmen. Zeit für dich, Ddeinen Körper, dein Leben! Du musst dir bewusst werden und erkennen, was du anders machen möchtest um deinem Körper und dir zu helfen.

Je nachdem, wie krank Dein Körper inzwischen geworden ist, kannst du vielleicht gar nicht mehr komplett heil werden? Aber auf alle Fälle soweit, dass du glücklich und zufrieden leben kannst. Das Schöne ist, wenn du Dich darauf einlässt, wirst du so wie ich, völlig neue Seiten an dir entdecken:

  • weil du lange fast bewegungsunfähig liegen musst?
  • weil du weder laufen kannst noch den Haushalt hinkriegst?
  • weil du nicht ausgehen kannst, denn langes Sitzen oder Stehen geht nicht?
  • weil du nicht Autofahren kannst oder darfst
  • weil du dauernd pausieren musst, wenn die Schmerzen Dich zurück aufs Sofa schicken?

Mache das Beste daraus

Du könntest jetzt überlegen: „O.K. bevor ich hier jeden Tag traurig und wütend bin, weil im Moment nichts funktioniert, schaue ich mal, was ich tun könnte. Irgend etwas muss doch gehen. Was würde im Moment denn klappen? Ich weiß, es dauert vielleicht ein bisschen bis einem etwas einfällt, denn man fühlt sich richtig schrecklich und muss sich auch noch von anderen helfen lassen 😊.

Rege dich außerdem erst einmal nicht über Tabletten, Krücken oder Verbände auf. Das darf vorübergehend alles sein, bis du dein Leben und deine Gesundheit wieder selbst in die Hand nehmen darfst. Gut, dass es diese Hilfen gibt. Und jetzt, suche nach etwas, das dir Freude macht und tröstet.

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Vielleicht hast du ja unentdeckte Talente, kannst Gedichte oder Geschichten schreiben oder versuchst zu malen? Vielleicht magst du Singen oder Stricken? Ich habe schon im Liegen Gitarre gespielt, habe mit vielen Kissen im Rücken in den Laptop getippt oder diktiert. Endlich mal ohne schlechtes Gewissen ein gutes Buch gelesen. Dir wird schon was einfallen. Vielleicht auch erst mal nur mit jemandem „Mensch ärgere dich nicht“ spielen und lachen. Es ist eine wunderschöne Möglichkeit, deine anderen Seiten kennenzulernen, die vorher so selten zu Wort kamen. Sei kreativ, das kann richtig Spaß machen. Die Zeit wird viel schneller vergehen und du vergisst manchmal dass du krank bist.

Es könnte eine Weile dauern, bis du dich wieder einigermaßen heil und gesund fühlst und dann magst du dein „altes Leben“ vielleicht gar nicht mehr haben, genau so, wie es vorher war? Du hast so viele schöne Dinge an und in dir entdeckt, die du ohne diese Erkrankung oder den Unfall und die viele Zeit mit dir nicht gefunden hättest.

Ich sage danke

Für mich kann ich heute sagen: Danke für die schlimmen Jahre mit vielen Operationen und fiesen Schmerzen. Ich freue mich, auf einem schönen Weg gelandet zu sein, den ich ohne diese Krankheit und diese lange Zeit der Untätigkeit gar nicht entdeckt hätte. Ich habe mich verändert, ich bin glücklicher geworden, auch weil ich gelernt habe, wie schön es ist, keine Schmerzen mehr zu haben. Wie schön das Leben ist, wenn man sich erlaubt, es zu genießen. Vorher ist es im Zeitraffer an mir vorbeigesaust, manchmal so schnell, dass ich das Gefühl hatte, gar nicht dabei zu sein.d

Erkenntnis: Verändere dein Leben so, dass du keine Symptome mehr brauchst, mit denen dir der Körper sagt: „Hey, hier läuft was schief!“ Am besten bevor es richtig ernst wird.

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War das jetzt Selbstheilung?

Hmmmm……., ja, doch, schon, denn ohne die eigene Selbstheilungskraft könnten die Ärzte, die Heilpraktiker, die Therapeuten dir Impulse geben wie sie wollten. Eine Operation beseitigt z. B. einen Prozess, der lebensgefährlich ist. Dann kommt unsere Heilkraft ins Spiel. Medikamente überbrücken, damit du manche Heilprozesse aushalten kannst. Krücken stützen, bis du wieder selbst gehen kannst. Heilen wirst du aber selbst aus Dir heraus.

Die Puzzleteile zur Heilung kommen aus unserem Unterbewusstsein und unserem Gehirn, das an Zellen, Nerven und Drüsen Befehle erteilt. Deshalb hat es auch so eine große Wirkung wie wir uns und unser Umfeld wahrnehmen, wie und was wir denken und reden oder wie wir uns selbst betrachten.

  • Ob wir erkennen, was zur Erkrankung geführt hat
  • Ob wir lernen, dass Gesundheit ein Geschenk ist
  • Ob wir die Freude und das Schöne sehen und genießen
  • Ob wir und für Liebe und Freundschaft Zeit nehmen
  • Ob uns klar wird, dass Karriere und schicke Autos nicht wirklich Spaß machen, wenn wir uns mit Beschwerden durch den Tag quälen müssen

Das Ziel

Habe immer das Bild vor Augen, wie dein gesundes Leben sein wird. Stelle dir vor, was du tun wirst und wie du dich dabei fühlst. Dieses Ziel wird dein Körper ansteuern und jeden Tag ein bisschen in diese Richtung gehen. Das klingt jetzt, als dürfe es nicht auch Rückschläge geben, aber mein Mann sagte mir damals immer: „Zwei Schritte vor und einen zurück – das ist völlig normal“.

Sollte es dir schwer fallen, die kleinen Fortschritte zu sehen, dann führe ein Tagebuch und schreibe auf, was sich gebessert hat. Nur das, sonst nichts und lies darin, wenn es dir wieder einmal nicht so gut geht. Vielleicht entdeckst du dabei deinen eigenen „Selbstheilungsrhythmus“.

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Gesund sein heißt mehr Lebensfreude, Lebensenergie und mehr Kraft zu haben. Und noch etwas, du wirst hübscher aussehen. Du wirst strahlen, von innen und das sieht man auch in deinem Äußeren.

Mein Tipp für Dich: Suche Dir einen hübschen Stein beim Spazierengehen und male Dir ein Zeichen darauf, das Dich täglich daran erinnert wie wertvoll Du und Dein Körper sind. Lege ihn dort ab, wo Du ihn jeden Tag siehst.

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Alles Liebe und fühlt euch schnell wieder gesund und voller Energie

Brigitte Miltenberge

www.innertouch.me

Danke Pixabay für die Bilder

Unser „Innerer Arzt“ – Warum Stress unsere Selbstheilung blockiert

Wie fühlst du dich im Moment?

  • Geht es dir gut?
  • Bist du ausgeglichen?
  • Hast du körperliche Probleme?
  • Weißt du vor lauter Stress und Hektik nicht, wie du zur Ruhe kommen sollst?

Wenn du mit etwas anderem, als „mir geht es gut“ antwortest, dann lies am besten weiter. Wie es uns jetzt, in diesem Moment geht, ist das Ergebnis von dem, was wir bisher in unserem Leben getan oder nicht getan haben. Schau gedanklich kurz zurück und betrachte ganz in Ruhe deinen Lebensweg. Wenn es dir hilft, schreib es auf.

Falls es uns nicht gut geht, wollen wir vielleicht sofort alles ändern, alles neu anfangen, schnell wieder gesund sein. Dafür ist es gut zu wissen, welche Ursache unser „Nicht-gut-fühlen“ hat und was genau, wir anders machen möchten. Wie können wir es umsetzen. Was ist der nächste Schritt. Klingt so, als hätten wir wieder einen Weg vor uns, aber dieses Mal nach vorne und in die Zukunft, in Richtung Gesundheit. Schritt für Schritt geht es uns wieder besser. Einverstanden?

Was ist Stress?

Stress – egal in welcher Form – macht, dass wir unausgeglichen, nicht gesund und nicht glücklich sind. Bei Stress, der sich aus Überforderung, Zeitdruck oder Angst etwas nicht zu schaffen ergibt, kann man davon ausgehen, dass er schadet. Das ist Fakt. Zumindest über einen längeren Zeitraum werden wir damit nicht fertig. Es fühlt sich an wie ständiger innerer „Hochleistungssport“, wie ein innerer Wettlauf, bei dem man – egal wie schnell und lange man läuft – nie an einem Ziel ankommt.

Grundsätzlich ist Stress – betrachtet man ihn aus der Sicht der Evolution – sinnvoll. Er aktiviert unsere Sinne und lässt uns leistungsfähiger werden. Der Herzschlag steigt, wir atmen schneller, Energiereserven werden freigesetzt, fast alles Blut fließt nun in unsere Muskeln. Das Gehirn hat dem Körper Signale gegeben, alles in die Wege zu leiten, um einer drohenden Gefahr zu entkommen. „Lauf um Dein Leben“ lautet der innere Befehl. Es werden sofort Hormone und Botenstoffe ausgeschüttet z. B. Cortisol und Adrenalin. Das Immunsystem wird in diesem Moment gebremst: „Schnupfen? Völlig egal, können wir uns jetzt nicht drum kümmern“, verkündet das System, „erst wenn wir in Sicherheit sind!“

Unterm Strich lösen Stresssituationen immer Angst aus und sind belastend. Die heutigen Themen, mit denen sich die Menschen konfrontiert sehen, erzeugen unterschwelligen Dauerstress. Meist sind es innere Faktoren:

  • Stete Besorgnis um die Zukunft
  • Sich leer fühlen trotz einem Überangebot an Reizen
  • Perfekt sein wollen – Leistungsdruck „Ich muss alles 100%ig machen“
  • Vollgepackte Freizeit „Ich muss noch joggen, einkaufen, Mutter anrufen, Freunde warten…“
  • Beliebt und anerkannt sein wollen – nicht Nein sagen können „Ich möchte es allen Recht machen“
  • Existenzängste „Das Haus muss abbezahlt werden“
  • Hoch empfundene Verantwortung „Ich muss ständig alles kontrollieren, sonst klappt das einfach nicht“
  • Lärm und Unruhe, ständige Erreichbarkeit

Kleinere Warnzeichen wie Ohrenrauschen, ständige Kopfschmerzen oder Infektanfälligkeit werden dabei viel zu oft ignoriert und mit Medikamenten ausgeschaltet.

Gibt es auch positiven Stress?

Es ist klar, dass hohe Anforderungen weniger belasten, wenn der Grund ein positiver ist. Du leitest z. B. wochenlang ein anstrengendes Projekt und bist sicher, dass es gelingt. Bist überzeugt, dass es ein großer Erfolg wird. Die Vorfreude spornt dich jeden Tag an.
Oder du organisierst ein großes Fest, habst viele schöne Ideen dafür und freust dich schon jetzt auf die glücklichen Gesichter deiner Familie und Freunde.

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Du spürst sicher schon beim Lesen, wie belebend sich das anfühlt. Trotzdem kann man, wenn diese Phasen länger dauern, krank werden. Das haben wir alle schon erlebt, wenn nach erfolgreichen, aber fordernden Arbeitswochen der Urlaub anfängt und wir endlich entspannen können, bekommen wir eine Erkältung.

Aber ich kann doch gar nichts dafür

Jeder, der in der Stressspirale steckt wird Erklärungen oder Schuldige parat haben. Ob es der Job ist, in dem man weiterkommen möchte, die Familie oder das neue Haus. Wer erkennt schon an, dass die hohe Arbeitsbelastung, die Eile und das ständige Hetzen einen Eigenanteil haben, der nicht klein ist. Es sind immer zwingend notwendige Arbeiten, die biss da oder dort fertig sein müssen!

Unser Unterbewusstsein hat dafür viele Sätze gespeichert:

„Ohne Fleiß keinen Preis“
„Was werden bloß die anderen denken?“
„Ich habe Dich lieb, weil Du mir immer so viel hilfst“
„Das reicht so nicht! Strenge Dich mehr an!“
„Wenn Du das schaffst, bin ich stolz!“

Wir alle möchten akzeptiert, geliebt und wertgeschätzt werden. Dafür strengen wir uns enorm an. Irgendwie haben die meisten die Erwartung, dass andere ihnen Anerkennung und Liebe entgegenbringen sollten. Sie sind enttäuscht, wenn der Chef die immensen Anstrengungen nicht sieht, kein Danke, sogar noch Kritik über Kleinigkeiten äußert. Wir sind süchtig nach lobenden Worten, die uns sagen wie gut wir sind. Die Definition von Liebe über Leistung haben viele von uns gelernt und im Unterbewusstsein verankert und dieses steuert uns zu 95% – 99%.

Wie entstehen dadurch Krankheiten?

„Die Seele sagt zum Körper: „Geh‘ Du voraus, auf mich hört der Mensch nicht.“ Der Körper sagt: „Ich werde krank werden, dann wir er Zeit für Dich haben!“ (Ulrich Schaffer)

Unser Körper spricht zu uns, in dem er Symptome erschafft. Das ist seine Möglichkeit uns aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmt. Es fängt ganz leise an. Kopfschmerzen, schon wieder erkältet, müde…

Diese kleinen Warnungen zu ignorieren macht wenig Sinn, oder sie auf Dauer mit Medikamenten abzuschalten. Wenn bei unserem Auto eine Warnlampe leuchtet, schauen wir doch auch nach der Ursache und schrauben nicht einfach die Birne heraus, dass wir nicht weiter genervt werden.

Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, ständig erkältet..

Meine Geschichte

Was passieren kann, wenn man Symptome lange nicht beachtet, erzähle ich hier ganz kurz: Schon die kleine Brigitte, hatte ständig Bauchschmerzen. Immer wenn etwas nicht zu ihr passte, kamen die Schmerzen: „Ich kann nicht in die Schule“, „bitte nicht zum Sport!“, „bitte nachts das Licht anlassen“. Bauchweh war ihr NEIN. Denn NEIN sagen war bei verboten. Zu den Eltern sagt man nicht NEIN“.

Später sagte ich auch NEIN zu mir selbst, als Entschuldigung, weil ich auf dem Sofa lag statt fleißig zu sein. Später, als Erwachsene, erlaubte ich mir fast nie ein NEIN, auch gegenüber Freunden, aus Angst abgelehnt zu werden oder als empfindlich zu gelten. Immer mussten Bauchschmerzen entstehen, dass ich eine Entschuldigung hatte.

Im Laufe der Jahre wurden diese Schmerzen echte Befunde mit Entzündungen, Verwachsungen und Cysten. Die Schmerzen waren so stark, dass ich in einer Schmerzklinik war und mehreren Operationen folgten. Die Cysten und Verwachsungen wurden entfernt, Antibiotikainfusionen halfen bei den Entzündungen, aber die „Entschuldigungsschmerzen“ blieben und hatten sich manifestiert. Unser Körper kann durchaus immer mehr zeigen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Erst die Arbeit mit energetischer Medizin und meine Ausbildung zum Coach und Mentor bei dem Arzt Uwe Albrecht mit dem Heilsystem Innerwise, brachten mir die richtige Erkenntnis. Ich habe meinem Körper versprochen, ab sofort selbst Nein zu sagen. Er braucht das nicht mehr für mich zu übernehmen. Seitdem habe ich keine Schmerzen mehr, von einem Tag auf den anderen.

Wann läuft das Fass über?

Wenn ich gefragt werde: „Was hat das Fass zum Überlaufen gebracht?“ frage ich: „Was hat das Fass überhaupt so voll gemacht, dass es jetzt überläuft?“

Fast alle gesundheitlichen Störungen werden durch Stress verursacht. Wenn wir Symptome bekommen, weil Stress uns nicht mehr durchatmen und schlafen lässt. Wenn wir nur noch funktionieren, aber nicht mehr wirklich lebendig sind, wenig Freude und fast keine Energie mehr haben und uns nicht mehr ausgleichen können, dann spricht unsere Seele über den Körper. Er möge doch bitte zeigen, dass es „eng“ wird. Das müssen wir ernst nehmen und beachten, sonst setzen wir unsere Gesundheit aufs Spiel. Der schwächste Bereich unseres Körpers bricht unter dem Stress-Druck zusammen.

Bei Dauerstress gerät unser Nervensystem aus dem Gleichgewicht. Wie eine Maschine, die ständig auf Hochtouren läuft. Unser Autonomes Nervensystem arbeitet ohne dass wir es bewusst dazu auffordern müssen. Über 99% aller Körpervorgänge laufen unter diesem Auto-System ab. Wenn unser Körper bei Stress in den „Fluchtmodus“ wechselt startet ihn diese Automatik. Obwohl jetzt alles darauf angelegt ist, unser Leben zu retten, kann es langanhaltend zu Entzündungen und Verspannungen kommen. Es werden schließlich immense Energiereserven dafür verbraucht.

Wann ist es genug?

Zu Zeiten, in denen wir sehr eingespannt und angespannt sind, schickt das Gehirn folgende Botschaft an das Immunsystem: “Runterfahren, sofort, das schaffen wir nicht alles auf einmal!“
Aber hat das Immunsystem nicht die Aufgabe auf uns aufzupassen, denn es zerstört Bakterien, Viren und Pilze und entartete Zellen? Dafür braucht es sehr viel Energie, die wir jetzt nicht haben. Wir benötigen momentan alle Reserven, um die „Fluchtbereitschaft“, aufrecht zu erhalten.

In unserem Unterbewusstsein sind Muster und Selbsthilfesätze gespeichert, die uns doch früher in einer solchen Lage immer geholfen haben. Sätze wie
„Das klappt schon irgendwie“, reichen aber nun leider nicht mehr aus.
Oder: „Wer einen starken Willen hat, kann alles schaffen!“ Nun wollen kann man, aber wenn der Tank leer ist, nutzt es nichts Gas zu geben.
„Noch mehr anstrengen“ lautet bei manchen Menschen dann die Devise.  Und schon ist man in den Kreisverkehr eingefahren, der an jeder Ausfahrt zum gleichen Berg der Überforderung führt.

Was der Körper nun tut, um sich zu helfen ist, schwer krank werden, damit es Entspannung geben kann. Runterfahren und neu anfangen lautet die Devise.

Kann man Stress messen?

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Im EKG kann man die Herzvariabilität messen

In der Schulmedizin kann man physiologischen Stress über die Herzfrequenzvariabilität messen. Dabei sieht man, ob das System im Gleichgewicht ist oder nicht. Die zuverlässigste und zugleich gängigste Methode, die Herzfrequenzvariabilität zu messen, ist das EKG.

Als Herzfrequenzvariabilität wird die Fähigkeit eines Organismus bezeichnet, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Auch im Ruhezustand treten spontan Veränderungen des zeitlichen Abstandes zwischen zwei Herzschlägen auf.

Ein gesunder Organismus passt die Herzschlagrate beständig momentanen Erfordernissen an. Körperliche Beanspruchung oder psychische Belastung hat deswegen in der Regel eine Erhöhung der Herzfrequenz zur Folge, die bei Entlastung und Entspannung normalerweise wieder zurückgeht. (Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Herzfrequenzvariabilit%C3%A4t)

Und die Kraft der Selbstheilung?

Um zu heilen, brauchen wir Energie. Stellen wir uns vor, unser Körper wäre eine Ritterburg, die angegriffen wird (Stress). Bewohner sind die Zellen. Bei Alarm (im Gehirn) werden sofort alle normalen Tätigkeiten eingestellt. Alle Bewohner müssen auf Ihren Gefechtsplatz. Die Zellen stellen Wachstum und Heilmechanismen oder Reparaturmaßnahmen ein. Es ist ein Notfall, keine Zeit für Alltägliches! Alle Energie und Kraft fließt in diese Rettungsmaßnahme.

Auch Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen für die  Zellen helfen nun nicht mehr richtig weiter. Beste Nahrung und Versorgung für die Bewohner der Ritterburg steht bereit. Leider können die vor lauter Stress und Angst gerade nichts essen – total blockiert und hektisch  – Appetit vergangen.

Das Beste, um neue Energie zu bekommen ist, wenn wieder Ruhe einkehrt, aufgeräumt wird und repariert. Unsere Zellen brauchen nun Gleichgewicht und Erholung. Heilung ist ein umfangreiches und großes Thema, mit vielen Facetten und Möglichkeiten. Heilung braucht Impulse, nicht nur von außen, auch von uns selbst. Die Selbstheilung braucht Unterstützung und die Bewusstheit, dass etwas in Schieflage geraten ist.

Inzwischen leben wir in der Überzeugung, dass es für jedes Leiden einen heilenden Eingriff, eine Therapie oder ein Gegenmittel gibt. Der Medikamentenkonsum verschafft uns eine Art Ferien von der persönlichen Verantwortung für unser Wohlergehen (Bruce Lipton).

Ein wichtiger Impuls ist Liebe zu dir selbst zu deinem Körper. Wir haben oft gelernt, dass Liebe von außen, von anderen kommt. Vom Satz: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ werden oft nur die ersten drei Worte gepredigt.

Ein weiterer wichtiger Impuls ist, NEIN sagen. Denkst du manchmal, dass deine Familie und Freunde es schon langsam gewohnt sind, dich ständig um kleine und große Gefallen zu bitten? Bist du traurig, wenn schon wieder kein Danke und Ich-hab-dich-lieb kommt? Fragst du schon gar nicht mehr, sondern greifst einfach helfend ein und hoffst, dass es endlich jemand merkt? Sage Nein, dir zuliebe. Denn, wenn dein Energieglas leer ist, kannst du niemandem mehr etwas daraus anbieten. Nimm dir künftig die Zeit für drei tiefe Atemzüge, wenn dich jemand um einen Gefallen bittet um zu fragen: „Möchte ich das jetzt wirklich ohne jede Einschränkung machen?“

Wenn du es nicht gewohnt bist, NEIN zu sagen, hast du vielleicht ein schlechtes Gewissen. Du kannst dir doch eins von den netten NEINS aussuchen, z. B. „sei mir bitte nicht böse, aber ich kann das im Moment nicht tun!“ Du brauchst das auch nicht erklären, den Grund muss niemand wissen. Und wenn dann doch jemand fragt sagst du einfach: „Tut mir leid, aber im Moment geht es wirklich nicht!“ Probiere es aus, in kleinen Sachen am Anfang und du wirst sehen, wie einfach es mit der Zeit wird, dass dir niemand böse ist und wie gut das tut.

Impuls drei: Beende Kompromisse. Mache dir eine Liste mit allen Kompromissen, die du lebst und beende sie. Sie sind wahre Energiefresser.

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Unser Körper ist ein so wertvolles Werkzeug, durch ihn können wir uns ausdrücken, uns bewegen, Schönes fühlen und genießen. Wir sehen und hören durch ihn und als wir auf die Welt kamen, war er ein perfektes Wunderwerk. Bitte, wir sollten wirklich gut auf ihn aufpassen.

Versprechen wir uns eines: Bei jedem Schnupfen, jeder Erkältung, jedem Unwohlsein zu überlegen: Welcher Stress hat es ausgelöst? Wann hat es angefangen? Wie kann ich selbst etwas tun? Was zeigt mir das Symptom? Wer kann mir helfen? (Die W-Fragen, wie Uwe Albrecht von Innerwise sagt). Zugluft oder kalte Füße sind nie die Ursache, sie sind Auslöser.

Ein kleiner Impuls von mir:

Versuche die leise Stimme, die Dich daran erinnert, wie wichtig es ist, gut für Dich zu sorgen, ab jetzt nicht mehr so oft zu überhören.

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Schenke Dir jetzt gleich eine kleine Entspannung und wenn Du denkst, keine Zeit dafür zu haben, dann schließe nur kurz die Augen und höre die Vögel zwitschern und lausche dem Wind in den Bäumen.

Fotos Pixabay

Unser „Innerer Arzt“ – 5 Erkenntnisse zur Selbstheilung

Viele begeben sich erst dann auf die Suche nach den inneren Reserven, wenn diese fast ausgeschöpft sind. Aber es gibt Wege, wie Sie die inneren Kräfte wieder aktivieren können. Dabei spielen Faktoren wie Ernährung, Stressreduktion, Meditation, Bewegung und Energiearbeit eine große Rolle.

Zudem hat unser Unterbewusstsein einen größeren Einfluss als wir uns vorstellen können, und es gibt Methoden mit ihm zu reden.

Wo sitzt denn dieser innere Arzt in unserem Körper?

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Vielleicht stellt sich jemand eine kleine Arztpraxis in unserem Gehirn vor, in der ein Arzt oder eine Ärztin im weißen Mantel und strengem Blick sitzt. Das ist gar nicht mal so verkehrt, denn unser Gehirn ist die Steuerzentrale für die Prozesse, die uns immer wieder ins oder aus dem Gleichgewicht bringen. Seine wichtigste Aufgabe ist es, uns überleben zu lassen.

Das Gehirn registriert alles, was in unserem Körper passiert, Milliarden Nervenzellen „sprechen“ so gut wie ständig miteinander. Durch Signale steuern sie das Denken, Handeln und die Gefühle. Das Gehirn ist unsere Kommandozentrale. Wenn irgendwo im Körper das Gleichgewicht verloren geht, bekommt das Hirn Signale und leitet die Selbstheilung ein.

Wissen ist Macht!

Das Wunder Mensch mit seinem unglaublichen Körper, der Fähigkeit sich selbst zu reparieren und zu heilen, ist so komplex, dass es auch heute noch kaum durchschaut werden kann.

Fortlaufend erneuern sich unsere Zellen, ohne dass wir sie daran erinnern müssen. Ständig laufen Prozesse ab, die wir noch nicht verstehen. Das sind sinnvolle Heilweisen. Was die Natur, die Biologie und somit unser Körper tun, hat alles einen Sinn. Entzündungen oder Fieber sind Heilmechanismen. Unser Körper schaltet auf „Heilmodus“.

Allerdings unter Stress kann der Innere Arzt nicht gut arbeiten, da geht es ihm wie uns allen.

Hilfe durch Ärzte und Medikamente

PillenKDWenn es uns körperlich und seelisch gut geht, dann herrscht inneres Gleichgewicht und Harmonie. Wir fühlen uns voller Energie und wohl. Haben wir gesundheitliche Probleme wird uns klar, wie wertvoll jeder Tag ohne Schmerzen oder Einschränkungen ist.

Gehen wir zum Arzt, wünschen wir uns eine fundierte Diagnose, damit wir wissen, was uns genau beeinträchtigt. Bei akuten Zuständen, einem Herzinfarkt beispielsweise, einer nötige Operation und für die Verordnung lebensrettender Medikamente ist es  wichtig, dass es Hilfe seitens der Medizin und der Ärzte gibt. Die heutige Technisierung in der Medizin macht so viel möglich. Dadurch rückt aber auch die Beherrschbarkeit von Krankheiten in den Vordergrund, die Fokussierung auf ein bestimmtes Organ. Es gibt Spezialisten für alles, was unser Organismus zu bieten hat. Ich habe während meiner 17jährigen Kliniktätigkeit oft gedacht: Wie in einer Reparaturwerkstatt: Ersatzteile werden eingebaut, es wird geschraubt gehämmert, gespült, getupft, elektronische Meßgeräte angeschlossen, überall reingeschaut…….

Wenn man ein Bein gebrochen hat, muss man eine Weile Krücken nehmen, genau so sehe ich das auch bei Medikamenten, sie sind für mich wie Krücken um die Phase zu schaffen, bis ich wieder selbst das „Steuer“ für mich übernehmen kann.

Schade, dass heute das Verwaltungsdenken überall Einzug hält. Eine ganzheitliche Behandlung aus einem ganzheitlichen System wäre perfekt. Heute wird vom Chefarzt bis zur Putzfrau einer Klinik vorgeschrieben wie sie zu arbeiten haben. Dem Arzt, wie lange er mit Patienten reden darf, was er für Aufgaben und Pflichten hat. Der Putzfrau wie lange sie sauber zu machen hat. Würden alle in diesem System zum Wohle der Patienten an einem Strang ziehen, könnten wirkliche Begegnungen mit den Menschen stattfinden.

Wie kommt es aber dazu, dass wir krank werden?

Weh-Wehchen und diverse Symptome hat jeder einmal. Im schlimmsten Fall entwickelt sich daraus eine schwerere Erkrankungen. Nur, warum unternehmen wir erst dann etwas, wenn Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind? Hangeln uns durch den Alltag, mit Medikamenten, die die Symptome für eine Weile unterdrücken. Ein Symptom ist wie eine rote Warnlampe!

Nun, man kann die in Schieflage geratene Gesundheit versuchen mit Reparaturmaßnahmen zu stützen oder kann Symptome durch Medikamente nicht mehr spüren.  Es macht aber doch eigentlich gar keinen Sinn, eine Warnlampe zu ignorieren oder auszuschalten um Ruhe zu haben.

Unser Körper wird dann einfach immer mehr auf sich aufmerksam machen oder „Umleitungen“ kreieren, dass das momentane Symptom plötzlich an anderer Stelle auftaucht. Er möchte, dass wir uns kümmern, auf ihn achten, denn ohne ihn sind wir nichts. Unser Körper lässt uns Berührung fühlen, Dinge bewegen, die Schönheit der Welt sehen, hören. Unser Körper ist ein echtes Wunder und alle Professoren der Welt haben es noch nicht geschafft einen herzustellen.

Also, wie kriege ich das jetzt wieder hin?

Ballance-2176668_1920KDWir können unsere Selbstheilung aktivieren: Wenn uns in einer gewissen Situation etwas guttut, sollten wir es tun. Wenn wir nicht schlafen können überlegen: „was ist der Grund?“ statt zur Schlaftablette zu greifen. Uns fällt sicher etwas ein, was wir verbessern könnten um bald besser zu schlafen. Wir können voller Vertrauen sein, dass wir wieder heilen. Manchmal geht das nur Stück für Stück und jeder Schritt vorwärts zum Ziel Gesundung ist ein Erfolg.

  1. Begreife und nimm an, dass du krank bist. Es ist, wie es ist. Werde achtsam gegenüber Deinen Bedürfnissen.
  2. Harmonie, Inneres Gleichgewicht, Ausgeglichenheit sind wichtige Faktoren um uns gesund zu halten. Vielleicht denkst du jetzt: Wo soll ich nur die Zeit hernehmen mich damit zu beschäftigen? Ich habe so viel zu tun. Tue es dir zuliebe. Vielleicht magst Du Yoga, Qi Gong, Meditation.
  3. Durch unsere Lebensweise haben wir Einfluss, ob unser Körper seine inneren Heilkräfte nutzen kann. Wir müssen den Weg bereiten, Seele und physischen Körper in Einklang bringen. Gesundes Essen, gesunde Gedanken, genügend Schlaf, keine Genussgifte, Bewegung und Entspannung sind Stationen auf diesem Weg.
  4. Sei kreativ! Beginne das zu tun, was dir Spaß macht. Ob singen, malen, basteln, schreiben. Es ist Balsam für die Seele.
  5.  Stelle dich innerlich auf das Ziel der Heilung ein. Gehe in Gedanken mit dem Fokus genau dorthin. Sei gewiss, es wird klappen, auch wenn derk Weg noch kurvig ist. Jede Besserung ist ein Erfolg, der gefeiert werden muss.

Unser Körper ist irgendwann in eine Schieflage geraten. Die meisten von uns sind gesund auf die Welt gekommen mit einem unglaublichen Potential. Anfangs war alles stabil. Irgendwann fingen wir an uns anzupassen: an die Familie, die Essgewohnheiten, die Schule, die Gesellschaft, den Kulturkreis und die Zeit, in die wir hinein geboren wurden. Das was auf das stabile Fundament aufgebaut wurde begann zu bröckeln, das Gebäude schräger zu werden und irgendwann bricht es fast zusammen. An einer Schwachstelle werden wir krank.

Als Coach und Mentor ist es jetzt wichtig zu spüren: Welches Potential hat genau dieser Mensch, der gerade vor mir steht? Dann wird er Schritt für Schritt vorwärts in ein „Wohlfühl-Leben“ begleitet, damit er eigenverantwortlich sein Leben und seine Gesundheit wieder in die eigenen Hände nehmen kann.

Natürlich dürfen wir keine falschen Hoffnungen wecken und suggerieren, dass wir zaubern könnten, aber ALLES ist möglich, manchmal Schritt für Schritt oder Schale für Schale (Zwiebelprinzip). Das heißt auch, dass man bei Beschwerden zum Arzt gehen sollte. Bei einem Beinbruch braucht man einfach Krücken oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen die Technik der heutigen Medizin. Aber wir sollten aufhören zu glauben, dass es für alles eine Pille oder eine Reparatur gibt.

Das alles ist ein Prozess: Angst wird durch Zuversicht ersetzt. Denn Angst blockiert alles, jede Zelle. Zuversicht löst diese Angst mit dem Glauben daran, dass es gut werden kann. So kommt Bewegung in das System Mensch und der Körper kann anfangen seine Heilarbeit zu tun.

Heilung_Ziel