„Unser innerer Arzt“ – Denkst Du noch oder fühlst Du schon?

Raus aus dem Verstand und rein in die Intuition. Erst dann wird sich dir die Welt mit ihren Wundern öffnen (Uwe Albrecht).

Fühl‘ mal

Stelle Dich fest auf Deine Füße und schließe die Augen (nachdem Du diesen Absatz gelesen hast). Fühle mal, wie Du stehst. Stabil? Gerade? Deine Arme? Dein Kopf? Wenn Du sicher stehst, stelle Dir vor, Du freust Dich ganz irre über irgendetwas. Wenn Du die Freude spürst, beachte wie sich Dein Stand ändert, Deine Körperhaltung, Deine innere Haltung. Dann spüre die Lüge, was passiert nun mit Deinem Körper? Fühle die Angst? Was verändert sich? Und zum Schluss totale Zufriedenheit und Ruhe.

Nun weißt Du, was Gefühle mit uns und unserem Körper machen und warum sie auf Dauer durchaus krank oder gesund machen können.

Du hast noch nicht genug vom Fühlen? Dann versuche folgendes und staune: Schließe Deine Augen und halte Deine Hände mit den Handflächen gegenüber geöffnet. Mache die Hände hohl, so dass Du Dir vorstellen kannst, ein kleiner Ball, etwa wie ein Tennisball passt dazwischen.

Er ist warm und pulsiert – ein Energieball

Hast Du den Ball? Fühlst Du ihn? Dann stelle Dir vor, er ist aus reiner Energie, er ist angenehm warm und vielleicht leuchtet er, ein leuchtender roter, warmer Energieball. Halte ihn eine Weile und dann spüre, wie die Energie in seinem Inneren pulsiert. Ganz leicht, wie Dein Puls- oder Herzschlag. Speichere diese wunderbare Energie des Balls in Deinen Händen. Dann schicke den Ball in die Luft oder lasse ihn fallen. Nun führe Deine Hände vor die Brust, gib die wunderbar belebende Energie, die sich in Deinen Händen gesammelt hat in Deinen Körper. Atme tief ein und wieder aus.

Wie hat das geklappt? Merkst Du, wie schön es ist, einmal nicht im Verstand zu sein? Genauso kannst Du Dir, wenn Du magst warme Sonne, die auf Dein Gesicht scheint, den Duft und die kühle Luft des Waldes oder was Dir sonst gut tut visualisieren und spüren.

Unser Verstand

Die meisten haben gelernt, über den Verstand zu entscheiden. Sie erstellen Listen mit Vor- und Nachteilen, und grübeln oft Tage- und Nächte über einem Entschluss. Wir dürfen dabei eines nicht vergessen: über 95%, manchmal sogar 99% wird durch unser Unterbewusstsein entschieden. Es hat alles, was wir früher erlebten, frühere Entscheidungen und deren Ergebnisse sowie Prägungen aus der Kindheit, wie auf einer Festplatte gespeichert. Von da schickt es uns Gefühle um sie bei neuen Entscheidungen miteinzubeziehen. Stell Dir das Unterbewusste wie einen inneren Elefanten vor mit einem enormen Gedächtnis. Du möchtest gerne nach links gehen? Der Elefant möchte nach rechts gehen? Wo werdet ihr landen? Genau, Du hast es schon erraten, ihr geht nach rechts.

Um uns zu entscheiden, versuchen wir genau zu analysieren damit es für uns zum Besten wird. Manchmal hängt von einer Entscheidung viel ab. Es ist deshalb richtig, alle Gedanken, und Erfahrungen einzubeziehen. Die Gedanken sind frei, und so tun sich unzählige Möglichkeiten in unserem Kopf auf. Unser Verstand funktioniert ein bisschen wie ein Computer. Alles was er je gelernt hat, weiß er, mit Gefühlen kann er nicht so viel anfangen, dafür müsste der das Herz und unseren Bauch fragen.

Ich habe als Kind gelernt:

  • Hinterfrage lieber zigmal,
  • höre Dir alle Möglichkeiten an,
  • wäge genau ab,
  • Fehlentscheidungen wirst Du immer bereuen,
  • tue bloß nichts Unüberlegtes
  • Prüfe von allen Seiten

Ich höre noch heute meinen Vater mit lauter Stimme sprechen und rieche sein Rasierwasser. Bei wichtigen Entscheidungsfragen nehme ich immer noch diesen Geruch wahr und fühle meinen Vater neben mir. Das Unbewusste hat beides verknüpft.

Was bedeutet das? Unser Kopf kann sich eine tolle Partnerschaft, Glück, Gesundheit, Reichtum so viel wünschen wie er will. Wenn im Innersten, dem Unbewussten Konflikte gespeichert sind, die diese Erfüllung blockieren, wird das nicht klappen. Ganz unbewusst, von uns nicht erkennbar reagieren wir dann entsprechend. Wenn unser Kopf entscheiden könnte, wären wir alle reicher, schöner, gesünder, glücklicher.

Deine Eltern haben mir immer wieder gesagt:

  • „Wer reich ist, kann so viel Geld niemals ehrlich erarbeitet haben.“
  • „Reiche Leute sind arrogant und haben kein Herz.“
  • „Geld ist schmutzig.“
  • „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.“


Wenn du solche und ähnliche Sätze immer wieder gehört hast, dann wird dein Unterbewusstsein ganz schnell verhindern, dass du viel Geld bekommst.

Wie macht es das? Es hindert dich zum Beispiel daran, dich auf den top bezahlten Job zu bewerben. Du fühlst dich auf einumal völlig verunsichert und bist schließlich wirklich überzeugt, dass du so eine Arbeit nicht stemmen kannst. Gar nicht verdient hast du das. „Bewirb dich lieber nicht, sie werden dich sowieso nicht nehmen“, flüstert dein Unbewusstes.

Oder du kannst dir einfach nicht erklären, warum du kurz vor der Hochzeit mit deiner großen Liebe, die aus superrreichem Hause kommt, buchstäblich „den Schwanz einziehst“. Du weißt selbst nicht genau warum, aber es fühlt sich einfach falsch an. Es macht dir Angst. So arbeitet unser innerer „Elefant“ und er ist stärker – immer! Er ist Chef zu 95-98%.

Verlasse Dich auf mich, ich habe Erfahrung und weiß, was gut ist.

Die wichtigsten Entscheidungen kommen vom Herzen

Du brauchst eine Möglichkeit, die dir deine Unsicherheit und die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen nimmt. Man müsste mit dem Unbewussten reden können, das wäre das Beste.

Frage Dich außerdem vor jeder Entscheidung: „wird mich das auf Dauer glücklich machen?“ Damit beschäftigst du den Kopf und dann fühle einfach mal rein und ich habe vor vier Jahren eine wunderbare Methode kennengelernt, mit dem „Elefanten“ zu reden.

Angefangen hat es damit, dass ich mir einen Bericht über kinesiologische Tests angeschaut habe und besuchte anschließend einen Erlebnisabend, wo der Arm-Test eindrucksvoll demonstriert wurde. Damals ging es um den Muskeltest. Man streckt einen Arm um 90 Grad vom Körper weg, aus.

Neugierig stellte ich mich der Dame, die den Abend gestaltete als Testperson zur Verfügung. Nach einer gestellten Frage, die ich positiv beantworten konnte, wollte die Frau meinen ausgestreckten Arm herunterdrücken aber ich konnte ihn trotz starkem Gegendruck oben halten. Das bedeutete „gute Widerstandskraft – Ja – positive Antwort“.

Bei der Aussage: „stelle Dir vor, du besuchst deine Eltern“, ließ sich mein Arm weich wie Butter nach unten drücken. Dabei hielt ich feste dagegen. Naja, ich hatte momentan kein gutes Verhältnis mit meinen Eltern. Aber dass ich das bei solch einem Test nicht willentlich vertuschen konnte, sondern mein Unterbewusstsein deutlich zeigte, dass ich bei dieser Vorstellung Stress verspürte, erstaunte mich.

Der Armlängentest

Dann erfuhr ich ein Jahr später vom Armlängentest. Das Buch von Uwe Albrecht „Ja/Nein, so einfach kann das Leben sein“ erklärt alles, was man dazu wissen muss. Praktisch ist, dass Du ganz alleine testen kannst.

Als Innerwise-Mentorin und Coach wende ich diese zuverlässige Methode täglich an. Ich verlasse mich auf diese Antworten. Jeder kann sie leicht lernen. Für Fragen nach falsch oder richtig, nach Ja oder Nein antwortet der Armlängentest sicher. Durch ihn spricht dein Unterbewusstsein und du kannst den Kopf mal Pause machen lassen.

„Der Test ist keine esoterische Modeerscheinung, sondern ein neurologischer Reflex, bei dem sich auf der einen Seite die Muskeln entspannen und auf der anderen Körperseite anspannen. So bekommen die Hände eine verschiedene Länge. Es ist eine Reaktion unseres Muskelsystems auf Stress. Dabei werden vom Gehirn über ein Neuropeptid, die Substanz P, in der Geschwindigkeit von 1500 Metern pro Sekunde unsere Muskeln so gesteuert, dass bisher starke Muskeln plötzlich schwach werden…“     (aus dem Buch „Heilung für alles Lebendige“ von Uwe Albrecht)

Quelle: Uwe Albrecht – JA-Situation

Normalerweise sind unsere Arme, wenn Du sie vor Deinem Körper ausstreckst gleich lang. Du nimmst die Position unter Deinem Bauchnabel, dort streckst Du die Arme aus, hältst die Hände ganz normal, aber mit den Daumen nach oben. Noch ein kleines bisschen nach vorne strecken, die Daumen sind nun die „Messinstrumente“. Sie sind genau parallel gegenüber und Du kannst die gleiche Länge der Arme erkennen.

Quelle: Uwe Albrecht – NEIN-Situation

In Stresssituationen, also wenn Dein Körper und das Unbewusste zu einer Frage NEIN sagen, dann sieht der Test so aus, wie auf dem Bild. Die Arme – Daumen – sind nicht gleich lang. Frage z. B.: Bin ich ein Frosch? Vertrage ich Fliegenpilze? Beidesmal NEIN sagt mein Körper/das Unbewusste.

Über diesen Test kann man dann unbewusste Glaubensmuster aufdecken. Wenn ich z. B. frage: „Ich will reich sein mit über 2 Millionen Vermögen!“ Ach“, antwortet der Test und zeigt ungleichlange Arme. NEIN? Ja aber, ich will das doch! Dein Kopf möchte das auch, aber dein Unbewusstes erklärt: „Nein meine Liebe, das ist nicht gut für dich. Geld stinkt und ist schmutzig, hast du das vergessen? Du wirst dann von den Leuten als nicht ehrlich angeschaut, denn so viel Geld….“

Nun darfst du an solchen Glaubenssätzen arbeiten.

Jeder kann diesen Armlängentest lernen und nutzen, täglich, immer, egal für was. Du kannst testen, welche Lebensmittel du verträgs und, ob du das neue Kleid heute zu dem Termin mit dem Chef tragen sollst. Sogar ob du den Johannisbeerstrauch an diese Stelle pflanzen sollst, damit er für dich die besten Früchte trägt. Wenn Du noch mehr erfahren möchtest über das Fühlen und den Armlängentest, ihn sicher anwenden und praktische Beispiele üben möchtest, dann komme in einen meiner Kurse. Du findest sie über www.innerwise.com/Ausbildungen/Praxiskurse.

Hier auch zum Video „Armlängentest“ mit Uwe Albrecht.

Fühle Dich gesund! Denke Dich gesund!

„Wir sind so gesund wie wir uns fühlen“ – was heißt das? Es bedeutet sicher nicht, dass wir uns einfach nur gesund fühlen müssen und dabei bequem im Sessel sitzen bleiben können. Der Körper möchte integriert werden. Frage auch hier über den Armlängentest, was du brauchst.

Unsere Zellen sind lebendig und so klein sie auch sind, sie sind winzige intelligente Wesen. Man hat z. B. in einem Versuch ihnen Zuckerlösung gegeben, die sie begierig aufnahmen. Bei Säure haben sie sich zusammengezogen. Man konnte ihnen unterm Mikroskop ansehen: „igitt, wie sauer“. Nach mehrmaliger Erfahrung mit Säure, haben sie sich schon zusammengezogen, als sich nur die Pipette damit näherte.

Weiter gedacht: Der Mensch – ein lebender Organismus besteht aus Millionen von Zellen, die sich zusammengeschlossen haben. Sie arbeiten alle zusammen, damit es dem Organismus gut geht. Jede Zelle kann fühlen, wie es der anderen geht.

Gefühle und Gedanken steuern auch über die Zellen unseren Körper. Sie beeinflussen uns und umgekehrt. Jede kleine Zelle ist immer über alles in unserem Körper informiert. Was der Zelle gut tut, tut auch dem Körper gut. Sogar Gefühle im Körper beeinflussen die Zellen. Gefühle des Hasses, der Angst oder der Liebe werden an alle Zellen weitergegeben. Es ist erforscht, dass sich auf diese Weise sogar Gene verändern lassen. Ein tolles Buch dazu von ist von Bruce Lipton „Die Intelligenz der Zellen“.

Ein wundervoller Gedanke, dass Gene durch Gefühle veränderbar sind.

Nur lebendige Wesen können fühlen, können etwas empfinden. Eine gute Umgebung sorgt für das Wohlfühlklima der Zellen, damt geht es unserem Körper gut. Sind wir länger bedrückt, traurig oder haben Angst, verändern sich die Zellen und der Organismus wird krank. So steuern Gefühle unsere Gesundheit. Dazu fällt mir der Satz ein: Wie Innen so Außen. Das heißt, dass sogar das Aussehen eines Menschen durch seinen inneren Zustand geprägt wird.

Tipp:

  • Sorge gut für Dich und Deinen Körper über Ernährung, Bewegung und Entspannung.
  • Genieße das Leben und freue Dich.
  • Lache viel und pflege gute Freundschaften.
  • Denke öfter mal: „Das ist nicht mein Problem.“
  • Wenn etwas auftaucht, was du nicht ändern kannst, dann denke: „Es ist was es ist.“
  • Falls Dich jemand nach Deinem Befinden fragt, sage laut und deutlich: „Sehr gut“, auch wenn es grade mal nicht so super läuft. Deine Zellen hören zu.
  • Auch das Gehirn, das für unser Überleben zuständig ist, hört zu. Es schickt die richtigen Botenstoffe und Hormone in den Körper, dass es den Zellen gut geht.
  • Tue was Dich glücklich macht.
  • Liebe Dich selbst am allermeisten.
  • Behandle Dich wie Deine allerbeste Freundin oder Deinen Freund.
Fühle Dich entspannt und glücklich

Kann die Selbstheilung Alles heilen?

Der eigene Körper kann viel

Er repariert, er erneuert, er heilt. Aber kann er das bei Allem? Bei jeder Krankheit?

Du kennst sicher Berichte über sogenannte „Spontanheilungen“ oder „Wunderheilungen“ und fragst dich, wie das geht und vor allem, ob es bei dir auch funktionieren würde?

Wenn du Symptome oder Schmerzen spürst und sichtbare Befunde daraus geworden sind, dann leisten dein Körper und dein Immunsystem schon lange Schwerstarbeit. Hast du schon einmal gesehen, wie die Natur heilt? Dann hast du gelernt, ein bisschen an Wunder zu glauben und zu staunen. Die Natur mach keine Fehler.

Ich habe einen Apfelbaum gesehen, in dessen Inneren jemand ein Feuer angezündet hatte. Trotzdem blühte er im Jahr darauf mit dem einzigen Ast, der ihm an dem schwarz verkohlten, völlig hohlen Stamm noch übrig geblieben war. Rosafarbene Apfelblüten bewiesen, was die Natur kann.

Apfelbluete

Selbstheilungskräfte stecken in allem, was lebt. Der „innere Doktor“ ist rund um die Uhr im Einsatz. Wer sich in den Finger geschnitten hat, kann beobachten, wie sich die Wunde in kurzer Zeit – ganz von allein – zusammenzieht, schließlich heilt und eine kleine Narbe noch eine Weile daran erinnert.

Aber die Frage war: kann mein Körper ALLES  wieder heilen?

Du denkst: „Sie erzählt mir hier was von in den Finger schneiden, das ist doch Pipifax. Ich meinte die richtig großen Geschichten!“

Es ist so, wenn wir die Signale unseres Körpers lange genug ignoriert haben und er nicht mehr anders kann, als ernsthaft krank zu werden, um die ersehnte Ruhe zu bekommen, dann wird es nicht einfach. Unsere Selbstheilung ist trotzdem – wie immer – aktiv, aber vielleicht kommen wir um eine Operation oder eine längere Behandlung nicht herum. Wir müssen stoppen um neu zu beginnen!

Wie lange wartest du eigentlich mit deinem Auto, wenn du eine kleine Roststelle entdeckst? Bis die Stelle sich über den halben Kotflügel vergrößert hat und dieser dann erneuert werden muss? So ähnlich ist es auch mit Heilung.

Wertschätzung und Selbstliebe, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sind die Zauberworte auf Deinem Heilungsweg.

  • Schätzt Du Dich wert, Deinen Körper?
  • Liebst Du Dich, Deinen Körper?
  • Achtest Du Dich, Deinen Körper
  • Spürst Du Dich, Deinen Körper?

Hinter jeder dieser Frage könnte stehen: „Wie Dein Auto?“Das kann aber jede/r durch etwas X-Beliebiges ersetzen.

Auto-rot

Nehmen wir aber die oben erwähnte Roststelle als Beispiel: Hast du Beschwerden und ignorierst sie oder schaust du ab und zu ob es trotz weiterem Stress und körperlicher Anstrengung schlimmer geworden ist? „Ach nein“ sagst du vielleicht. „Seht ihr, die Schmerzen werden nicht schlimmer, wenn ich zu wenig schlafe, zu viel Alkohol trinke oder rauche und Fastfood zu mir nehme. Selbst der Stress im Job – bin ein ganzer Kerl. Wusste ich’s doch, man soll nicht so „weicheimäßig“ tun. Und wann soll ich denn auch noch gesund kochen, mich ausruhen? Jede Minute ist ausgebucht!“ – Gut gebrüllt Löwe 😊.

Rechtfertigung

  • „Nur die Harten kommen in den Garten!“
  • „Stell Dich nicht so an!“
  • „der/die ……… raucht auch schon immer und ist total gesund…!“
  • „Was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder!“
  • „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“
  • „Ich kann nichts dafür, meine Eltern/Chef/Partner sind schuld!“

Mit solchen Gedanken versuchen wir unsere Angst zu kompensieren. Angst, dass es doch schlimm sein könnte oder dass da ein echter Befund ist. Das sind Entschuldigungen für uns selbst für unser Nichts-Tun und unser Nicht-Beachten von uns selbst.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht einfach ist, denn Alkohol, Nikotin und leckeres Essen sind unter „Genuss“ im Gehirn abgespeichert und es tut gut, dass andere schuld sind und wir quasi nur Opfer. Aber unser Körper ist bis ans Lebensende der einzige, den wir haben!

Inzwischen leben wir in dem Bewusstsein, dass es für jedes Leiden einen heilenden Eingriff, eine Therapie oder eben ein Gegenmittel gibt. Hast du mal überlegt, dass du dafür aber zuerst krank werden musst? Leiden musst? Schmerzen aushalten musst? Ängste ausstehen musst? Denkst du, das ist ein guter Deal? Nein, ein Deal ist es schon gar nicht, denn verhandeln fällt aus, vor allem mit wem? Mit Dir? Mit Gott? Mit dem Arzt?

Vielleicht können wir irgendwann nicht mehr komplett geheilt werden. Kann nur noch das Nötigste repariert werden. Die meisten sagen, wenn sie schwer krank werden: „Ich will mein altes Leben wieder zurück!“ Aber ich sage dir: „Das ist nicht Sinn der ganzen Veranstaltung!“ Du sollfst aus dem „Schlamassel“ etwas lernen, für dich ganz persönlich. Was ist falsch gelaufen und warum?

WAS? WIESO? WARUM? WANN? WIE? WO?

Fragen über Fragen:

  • Was ist schief gelaufen?
  • Wieso ist dieser Unfall/diese Krankheit gerade mir und vor allem jetzt passiert?
  • Warum habe ich genau diese Beschwerden bekommen?
  • Wann hat es eigentlich angefangen, wo liegt die Ursache?
  • Wie ist es soweit gekommen und wie geht es nun weiter?
  • Womit fange ich nun an, damit ich wieder gesund werde?
  • Wo bekomme ich Hilfe?

Aus meiner Sicht, sind Unfälle ähnlich wie Krankheiten. Beides wirft dich aus der Bahn, damit du dich neu sortieren musst. Du wirst aus dem „Alltags-Karussell geschleudert“.

Was ist schief gelaufen kurz vor dem Unfalls? Hast über den Streit mit deinem Partner/in nachgedacht? Haben dich die Sorgen über Deine Schulden beschäftigt? War da so viel Verzweiflung, dass du nicht aufgepasst hast, du nicht hier und jetzt bei der Sache warst?

Was ist schief gelaufen mit meinem Körper, dass ich z. B. diesen Durchbruch des Magengeschwüres hatte? Haben die Sorgen und Ängste über die Schulden den Auslöser gegeben? Der Streit? War es genau in dem Moment einfach zu Viel? Was esse/rauche/trinke ich eigentlich die letzten Monate? Nehme ich mir Zeit für Spaziergänge, Lachen, schöne Gespräche? Wie viel Stress habe ich bei der Arbeit? Bin ich zufrieden? Bin ich glücklich?

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Mögliche Antworten:

  • Ich war völlig blockiert, völlig starr, konnte gar nicht mehr flexibel denken und handeln.
  • Ich war ganz gefangen in dem Thema………….
  • Ich habe vor lauter Stress nur noch schnell Essen in mich reingestopft und zur Beruhigung ein paar Gläschen getrunken oder immer mal wieder eine Pausen-Zigarette geraucht.
  • Ich dachte nicht, dass das was ausmacht, das machen doch Viele.
  • Das Zwicken im Bauch und der lästige Husten, der Durchfall manchmal und die ständigen Kopf- und Nackenschmerzen waren jetzt nicht soooo schlimm und beim Arzt wartet man ja immer so ewig.
  • Wozu gibt es Schmerztabletten?
  • Schlafen kann ich auch nicht mehr so richtig, bin immer so müde.
  • Spaziergang? Wann denn?
  • Ich habe das Gefühl, mein Leben ist ziemlich leer und ernst geworden.

So oder so ähnlich könnten Deine Antworten lauten.

Der erste Schritt in die richtige Richtung

Achtung: Ab sofort ist jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung wichtig und du musst dir Zeit dafür nehmen. Zeit für dich, Ddeinen Körper, dein Leben! Du musst dir bewusst werden und erkennen, was du anders machen möchtest um deinem Körper und dir zu helfen.

Je nachdem, wie krank Dein Körper inzwischen geworden ist, kannst du vielleicht gar nicht mehr komplett heil werden? Aber auf alle Fälle soweit, dass du glücklich und zufrieden leben kannst. Das Schöne ist, wenn du Dich darauf einlässt, wirst du so wie ich, völlig neue Seiten an dir entdecken:

  • weil du lange fast bewegungsunfähig liegen musst?
  • weil du weder laufen kannst noch den Haushalt hinkriegst?
  • weil du nicht ausgehen kannst, denn langes Sitzen oder Stehen geht nicht?
  • weil du nicht Autofahren kannst oder darfst
  • weil du dauernd pausieren musst, wenn die Schmerzen Dich zurück aufs Sofa schicken?

Mache das Beste daraus

Du könntest jetzt überlegen: „O.K. bevor ich hier jeden Tag traurig und wütend bin, weil im Moment nichts funktioniert, schaue ich mal, was ich tun könnte. Irgend etwas muss doch gehen. Was würde im Moment denn klappen? Ich weiß, es dauert vielleicht ein bisschen bis einem etwas einfällt, denn man fühlt sich richtig schrecklich und muss sich auch noch von anderen helfen lassen 😊.

Rege dich außerdem erst einmal nicht über Tabletten, Krücken oder Verbände auf. Das darf vorübergehend alles sein, bis du dein Leben und deine Gesundheit wieder selbst in die Hand nehmen darfst. Gut, dass es diese Hilfen gibt. Und jetzt, suche nach etwas, das dir Freude macht und tröstet.

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Vielleicht hast du ja unentdeckte Talente, kannst Gedichte oder Geschichten schreiben oder versuchst zu malen? Vielleicht magst du Singen oder Stricken? Ich habe schon im Liegen Gitarre gespielt, habe mit vielen Kissen im Rücken in den Laptop getippt oder diktiert. Endlich mal ohne schlechtes Gewissen ein gutes Buch gelesen. Dir wird schon was einfallen. Vielleicht auch erst mal nur mit jemandem „Mensch ärgere dich nicht“ spielen und lachen. Es ist eine wunderschöne Möglichkeit, deine anderen Seiten kennenzulernen, die vorher so selten zu Wort kamen. Sei kreativ, das kann richtig Spaß machen. Die Zeit wird viel schneller vergehen und du vergisst manchmal dass du krank bist.

Es könnte eine Weile dauern, bis du dich wieder einigermaßen heil und gesund fühlst und dann magst du dein „altes Leben“ vielleicht gar nicht mehr haben, genau so, wie es vorher war? Du hast so viele schöne Dinge an und in dir entdeckt, die du ohne diese Erkrankung oder den Unfall und die viele Zeit mit dir nicht gefunden hättest.

Ich sage danke

Für mich kann ich heute sagen: Danke für die schlimmen Jahre mit vielen Operationen und fiesen Schmerzen. Ich freue mich, auf einem schönen Weg gelandet zu sein, den ich ohne diese Krankheit und diese lange Zeit der Untätigkeit gar nicht entdeckt hätte. Ich habe mich verändert, ich bin glücklicher geworden, auch weil ich gelernt habe, wie schön es ist, keine Schmerzen mehr zu haben. Wie schön das Leben ist, wenn man sich erlaubt, es zu genießen. Vorher ist es im Zeitraffer an mir vorbeigesaust, manchmal so schnell, dass ich das Gefühl hatte, gar nicht dabei zu sein.d

Erkenntnis: Verändere dein Leben so, dass du keine Symptome mehr brauchst, mit denen dir der Körper sagt: „Hey, hier läuft was schief!“ Am besten bevor es richtig ernst wird.

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War das jetzt Selbstheilung?

Hmmmm……., ja, doch, schon, denn ohne die eigene Selbstheilungskraft könnten die Ärzte, die Heilpraktiker, die Therapeuten dir Impulse geben wie sie wollten. Eine Operation beseitigt z. B. einen Prozess, der lebensgefährlich ist. Dann kommt unsere Heilkraft ins Spiel. Medikamente überbrücken, damit du manche Heilprozesse aushalten kannst. Krücken stützen, bis du wieder selbst gehen kannst. Heilen wirst du aber selbst aus Dir heraus.

Die Puzzleteile zur Heilung kommen aus unserem Unterbewusstsein und unserem Gehirn, das an Zellen, Nerven und Drüsen Befehle erteilt. Deshalb hat es auch so eine große Wirkung wie wir uns und unser Umfeld wahrnehmen, wie und was wir denken und reden oder wie wir uns selbst betrachten.

  • Ob wir erkennen, was zur Erkrankung geführt hat
  • Ob wir lernen, dass Gesundheit ein Geschenk ist
  • Ob wir die Freude und das Schöne sehen und genießen
  • Ob wir und für Liebe und Freundschaft Zeit nehmen
  • Ob uns klar wird, dass Karriere und schicke Autos nicht wirklich Spaß machen, wenn wir uns mit Beschwerden durch den Tag quälen müssen

Das Ziel

Habe immer das Bild vor Augen, wie dein gesundes Leben sein wird. Stelle dir vor, was du tun wirst und wie du dich dabei fühlst. Dieses Ziel wird dein Körper ansteuern und jeden Tag ein bisschen in diese Richtung gehen. Das klingt jetzt, als dürfe es nicht auch Rückschläge geben, aber mein Mann sagte mir damals immer: „Zwei Schritte vor und einen zurück – das ist völlig normal“.

Sollte es dir schwer fallen, die kleinen Fortschritte zu sehen, dann führe ein Tagebuch und schreibe auf, was sich gebessert hat. Nur das, sonst nichts und lies darin, wenn es dir wieder einmal nicht so gut geht. Vielleicht entdeckst du dabei deinen eigenen „Selbstheilungsrhythmus“.

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Gesund sein heißt mehr Lebensfreude, Lebensenergie und mehr Kraft zu haben. Und noch etwas, du wirst hübscher aussehen. Du wirst strahlen, von innen und das sieht man auch in deinem Äußeren.

Mein Tipp für Dich: Suche Dir einen hübschen Stein beim Spazierengehen und male Dir ein Zeichen darauf, das Dich täglich daran erinnert wie wertvoll Du und Dein Körper sind. Lege ihn dort ab, wo Du ihn jeden Tag siehst.

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Alles Liebe und fühlt euch schnell wieder gesund und voller Energie

Brigitte Miltenberge

www.innertouch.me

Danke Pixabay für die Bilder