Ich liebe mich selbst – mein Herzensweg

„Es ist, was es ist, sagt die Liebe“. Dieser Satz aus einem Text von Erich Fried bedeutet für mich in punkto Liebe Alles. Meistens schauen wir im Außen und sind bereit, zu lieben, was da ist, und warten auf die Liebe von außen. Aber was ist mit deiner Selbstliebe? Schaffst du es da genauso zu sagen „es ist, was es ist, sagt die Liebe?“

Selbstliebe heißt achtsam sein mit Dir selbst. Achtsam im Fühlen, wenn dein Körper zeigt, dass er etwas braucht, achtsam mit den Worten, wenn du über dich sprichst, achtsam mit dir, wenn du dir vielleicht mal wieder zu viel aufgebürdet hast. Selbstliebe bedeutet Achtsamkeit und Selbstfürsorge.

Bist du ein Kümmerer?

Als kleine Kinder hatten wir einen natürlichen Instinkt, aber irgendwann prägten uns soziale Normen und Glaubensmuster, wir lernten wie wichtig es sei, immer und überall für andere da zu sein.

Wir haben gelernt, dass wir fürsorglich mit anderen umgehen sollen, unsere Spielsachen teilen, später uns um unsere Freunde kümmern, wenn sie Probleme hatten beim Umzug helfen, die Kinder pünktlich von da nach dort fahren… Die, die sich kümmern und anderen helfen, das sind gute Menschen – so hat man es uns gelehrt.

Zwischen all dem Alltagsgewusel nehmen wir uns oft selbst zurück, denn ständig sind scheinbar viel wichtigere Dinge zu erledigen. Und weil wir vielleicht gelernt haben, immer zuerst die anderen zu fragen wie es ihnen geht um uns um sie zu kümmern, hat unser Unterbewusstsein einen sogenannten „Verhinderer“ programmiert. Dieser „Verhinderer“ wird immer etwas finden, was gerade wichtiger ist, als du: „Wie, du möchtest ausruhen und ein Buch lesen? Hast du vergessen, dass noch Hemden gebügelt werden wollen? Sind sie zerknittert, fällt das auf dich zurück.“ Oder: „Wieso möchtest du gerade jetzt einen ruhigen Spaziergang ganz alleine machen? Deine Freunde möchten, dass du mit ihnen feierst. Sie werden dir vorwerfen, ein Spaßverderber zu sein“.
Der innere „Verhinderer“ hat zu allem einen Einwand und erklärt dir, warum du schon wieder egoistisch bist.

Haben wir völlig vergessen, dass wir selbst für uns der wichtigste Mensch sind? Wir schauen uns meistens nicht mal im Spiegel richtig an. Unser Fokus ist ständig im Außen, bei unserer Familie, unserem Partner, unseren Tieren, unseren Eltern, unseren Freunden.
Wir schauen aus unseren Augen auf die anderen, statt uns persönlich in die Augen.

Wenn du dich selbst liebst, kannst du auch andere Menschen lieben. Selbstliebe ermöglicht uns, Frieden mit uns selbst zu schließen. Wir lernen durch die Eigenliebe, für uns da zu sein und zu uns zu stehen. Wir werden glücklicher. Ich persönlich habe als Kind gelernt: „Liebe deinen Nächsten“. Leider hat meine Mutter damals den Satz mit – „…wie dich selbst“ nie beendet. Die Eigenliebe ist also die Grundlage der Nächstenliebe. Sie ist die Basis für unser tägliches Leben.

Übernimm Verantwortung für Dein Leben, Deine Gedanken, Dein Handeln, Deine Worte, das ist Selbstliebe. Höre auf zu überlegen, was andere Menschen von Dir verlangen. Du handelst zuerst für Dich selbst und dann, wenn Du magst für andere.

Entscheidungen

Entscheide dich. Das Innerwise-Werkzeug „Golden Circle“ kann dir dabei wunderbar helfen.

  • Entscheide dich zu 100% dafür: Ich bin es wert, dass ich auf mich achte und dafür Sorge trage, dass es mir gut geht.
  • Entscheide zu 100% dagegen: Ich höre auf, meine Bedürfnisse zu missachten und mich ständig um andere zu kümmern.
Der Golden Circle von Innerwise

Dafür ist dagegen! Wenn du dich für etwas entscheidest, musst du das loslassen, was dich an der Umsetzung hindert. Dies gelingt mit dem Golden Circle ganz einfach durch das Abfahren mit den Fingern. Ich biete immer wieder Seminare an, wo der Golden Circle zum Einsatz kommt.

Nimm dir ab sofort jeden Tag die Zeit, um in dich hinein zu horchen, wie es dir geht. So lange, bis es in Fleisch und Blut übergeht.

Warum macht es uns so ein schlechtes Gewissen, wenn wir zuerst nach uns schauen? Kennst du die Sätze:

  • du bist aber egoistisch
  • du denkst immer nur an dich
  • du bist nicht alleine auf dieser Welt
  • nimm Rücksicht auf die anderen
  • du bist lieblos

Sicher fallen dir noch viele Sätze mehr ein. Von Eltern, Lehrern, Verwandten usw. haben wir das Gefühl vermittelt bekommen nur geliebt zu werden, wenn wir etwas dafür leisten. Wir wurden auf Liebe, die von außen kommt konditioniert.

All dies ist in unserem Inneren Kind verankert. Sprich doch einmal ganz bewusst mit ihm. Sag ihm, dass es Dir leid tut, dass du erst jetzt merkst, dass du ihm so wenig Liebe gezeigt hast, weil du es nicht besser wusstest. Sag ihm, dass sich das ab heute ändert. Nimm es in Gedanken in den Arm und sage: Ich liebe dich, so wie du bist, du bist toll.

Vergib dir, dass du es die ganze Zeit nicht besser konntest und wusstest. Sage Dir: Jeden Tag habe ich mich im Spiegel gesehen, aber nicht wirklich. Ich habe meine Frisur gesehen, die kleinen Pickel, die Falten, meine Kleidung aber habe mir nicht wirklich in die Augen geschaut und gedacht: „Das bist also du!“

Dein Herzensweg

Und nun dein Selbstliebe-Wellness-Programm. Denn ohne das TUN können wir so viel lesen und lernen wie wir möchten. Das Leben möchte es integrieren und das geht nur über das TUN. Kennst Du die Metapher „Wie innen, so außen?“ Du wirst durch diese Selbstliebe-Kur immer glücklicher, entspannter und nach außen sichtbar schöner werden.

TIPP: Gehe deinen Herzensweg ungeschminkt, wenn du dich normalerweise schminkst. „Du bist Du und es ist, was es ist, sagt die Liebe“.
Entdecke deine natürliche Schönheit, ganz ehrlich.
Am Anfang richte dein Augenmerk auf das, was dir schon immer an dir gefällt, dann allmählich auf alles andere. Werte nicht, auch wenn da mal negative Gedanken kommen.

  • Schaue Dich im Spiegel ganz bewusst an, nicht was du an hast oder deine Haare – DICH! Schaue dir jeden Tag in die Augen.
  • Wie geht es Dir wenn Du Dich im Spiegel anschaust? Fühle in dich hinein. Achte auf deine Gedanken dabei. Was denksst/fühlst du über dich?
  • Siehst du das Wunder welches Du bist? Fühle Dich. Berühre deine Haut, schaue dir in die Augen.
  • Lasse die Gefühle zu, die hochkommen. Sie zeigen Dir was Du brauchst.
  • Fällt dir etwas auf, was Dich stört, Dir nicht gefällt? Es gehört zu Dir – urteile nicht.
  • Schreibe heute Abend vor dem Schlafengehen eine Liste mit Allem, was du an dir liebst, was du kannst und wie wertvoll das für dich ist.
  • Schreibe dir am nächsten Wochenende einen Liebesbrief und schicke ihn mit der Post an dich selbst. Briefmarke drauf und los…
  • Umarme dich jeden Tag einmal selbst, auch wenn sich das zuerst komisch anfühlt und sage dabei laut: „Du bist einfach toll und so schön, ich liebe dich!“
  • Umarme dich gerade an Tagen, an denen es dir nicht gut geht doppelt und gib dir ganz viel Liebe.

Bei all diesen Aufgaben gilt aber auch: ACHTE AUF DICH. Wenn es dir zu viel wird, beende es. Versuche es jeden Tag wieder und du wirst immer neue Aspekte an dir entdecken und lieben lernen. Du kannst dich immer besser öffnen und manchmal dürfen Erinnerungen, die auftauchen noch einmal beachtet werden, damit sie gehen können.

Rede mit dir, schenke dir Komplimente. Tu dir jeden Tag ganz bewusst etwas Gutes, auch wenn es ganz klein ist. Ein kleines Geschenk, das dich erinnert, dass du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist:

Alles Liebe Brigitte Miltenberger

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