Kann die Selbstheilung Alles heilen?

Der eigene Körper kann viel

Er repariert, er erneuert, er heilt. Aber kann er das bei Allem? Bei jeder Krankheit?

Du kennst sicher Berichte über sogenannte „Spontanheilungen“ oder „Wunderheilungen“ und fragst dich, wie das geht und vor allem, ob es bei dir auch funktionieren würde?

Wenn du Symptome oder Schmerzen spürst und sichtbare Befunde daraus geworden sind, dann leisten dein Körper und dein Immunsystem schon lange Schwerstarbeit. Hast du schon einmal gesehen, wie die Natur heilt? Dann hast du gelernt, ein bisschen an Wunder zu glauben und zu staunen. Die Natur mach keine Fehler.

Ich habe einen Apfelbaum gesehen, in dessen Inneren jemand ein Feuer angezündet hatte. Trotzdem blühte er im Jahr darauf mit dem einzigen Ast, der ihm an dem schwarz verkohlten, völlig hohlen Stamm noch übrig geblieben war. Rosafarbene Apfelblüten bewiesen, was die Natur kann.

Apfelbluete

Selbstheilungskräfte stecken in allem, was lebt. Der „innere Doktor“ ist rund um die Uhr im Einsatz. Wer sich in den Finger geschnitten hat, kann beobachten, wie sich die Wunde in kurzer Zeit – ganz von allein – zusammenzieht, schließlich heilt und eine kleine Narbe noch eine Weile daran erinnert.

Aber die Frage war: kann mein Körper ALLES  wieder heilen?

Du denkst: „Sie erzählt mir hier was von in den Finger schneiden, das ist doch Pipifax. Ich meinte die richtig großen Geschichten!“

Es ist so, wenn wir die Signale unseres Körpers lange genug ignoriert haben und er nicht mehr anders kann, als ernsthaft krank zu werden, um die ersehnte Ruhe zu bekommen, dann wird es nicht einfach. Unsere Selbstheilung ist trotzdem – wie immer – aktiv, aber vielleicht kommen wir um eine Operation oder eine längere Behandlung nicht herum. Wir müssen stoppen um neu zu beginnen!

Wie lange wartest du eigentlich mit deinem Auto, wenn du eine kleine Roststelle entdeckst? Bis die Stelle sich über den halben Kotflügel vergrößert hat und dieser dann erneuert werden muss? So ähnlich ist es auch mit Heilung.

Wertschätzung und Selbstliebe, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sind die Zauberworte auf Deinem Heilungsweg.

  • Schätzt Du Dich wert, Deinen Körper?
  • Liebst Du Dich, Deinen Körper?
  • Achtest Du Dich, Deinen Körper
  • Spürst Du Dich, Deinen Körper?

Hinter jeder dieser Frage könnte stehen: „Wie Dein Auto?“Das kann aber jede/r durch etwas X-Beliebiges ersetzen.

Auto-rot

Nehmen wir aber die oben erwähnte Roststelle als Beispiel: Hast du Beschwerden und ignorierst sie oder schaust du ab und zu ob es trotz weiterem Stress und körperlicher Anstrengung schlimmer geworden ist? „Ach nein“ sagst du vielleicht. „Seht ihr, die Schmerzen werden nicht schlimmer, wenn ich zu wenig schlafe, zu viel Alkohol trinke oder rauche und Fastfood zu mir nehme. Selbst der Stress im Job – bin ein ganzer Kerl. Wusste ich’s doch, man soll nicht so „weicheimäßig“ tun. Und wann soll ich denn auch noch gesund kochen, mich ausruhen? Jede Minute ist ausgebucht!“ – Gut gebrüllt Löwe 😊.

Rechtfertigung

  • „Nur die Harten kommen in den Garten!“
  • „Stell Dich nicht so an!“
  • „der/die ……… raucht auch schon immer und ist total gesund…!“
  • „Was von alleine kommt, geht auch von alleine wieder!“
  • „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“
  • „Ich kann nichts dafür, meine Eltern/Chef/Partner sind schuld!“

Mit solchen Gedanken versuchen wir unsere Angst zu kompensieren. Angst, dass es doch schlimm sein könnte oder dass da ein echter Befund ist. Das sind Entschuldigungen für uns selbst für unser Nichts-Tun und unser Nicht-Beachten von uns selbst.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht einfach ist, denn Alkohol, Nikotin und leckeres Essen sind unter „Genuss“ im Gehirn abgespeichert und es tut gut, dass andere schuld sind und wir quasi nur Opfer. Aber unser Körper ist bis ans Lebensende der einzige, den wir haben!

Inzwischen leben wir in dem Bewusstsein, dass es für jedes Leiden einen heilenden Eingriff, eine Therapie oder eben ein Gegenmittel gibt. Hast du mal überlegt, dass du dafür aber zuerst krank werden musst? Leiden musst? Schmerzen aushalten musst? Ängste ausstehen musst? Denkst du, das ist ein guter Deal? Nein, ein Deal ist es schon gar nicht, denn verhandeln fällt aus, vor allem mit wem? Mit Dir? Mit Gott? Mit dem Arzt?

Vielleicht können wir irgendwann nicht mehr komplett geheilt werden. Kann nur noch das Nötigste repariert werden. Die meisten sagen, wenn sie schwer krank werden: „Ich will mein altes Leben wieder zurück!“ Aber ich sage dir: „Das ist nicht Sinn der ganzen Veranstaltung!“ Du sollfst aus dem „Schlamassel“ etwas lernen, für dich ganz persönlich. Was ist falsch gelaufen und warum?

WAS? WIESO? WARUM? WANN? WIE? WO?

Fragen über Fragen:

  • Was ist schief gelaufen?
  • Wieso ist dieser Unfall/diese Krankheit gerade mir und vor allem jetzt passiert?
  • Warum habe ich genau diese Beschwerden bekommen?
  • Wann hat es eigentlich angefangen, wo liegt die Ursache?
  • Wie ist es soweit gekommen und wie geht es nun weiter?
  • Womit fange ich nun an, damit ich wieder gesund werde?
  • Wo bekomme ich Hilfe?

Aus meiner Sicht, sind Unfälle ähnlich wie Krankheiten. Beides wirft dich aus der Bahn, damit du dich neu sortieren musst. Du wirst aus dem „Alltags-Karussell geschleudert“.

Was ist schief gelaufen kurz vor dem Unfalls? Hast über den Streit mit deinem Partner/in nachgedacht? Haben dich die Sorgen über Deine Schulden beschäftigt? War da so viel Verzweiflung, dass du nicht aufgepasst hast, du nicht hier und jetzt bei der Sache warst?

Was ist schief gelaufen mit meinem Körper, dass ich z. B. diesen Durchbruch des Magengeschwüres hatte? Haben die Sorgen und Ängste über die Schulden den Auslöser gegeben? Der Streit? War es genau in dem Moment einfach zu Viel? Was esse/rauche/trinke ich eigentlich die letzten Monate? Nehme ich mir Zeit für Spaziergänge, Lachen, schöne Gespräche? Wie viel Stress habe ich bei der Arbeit? Bin ich zufrieden? Bin ich glücklich?

Krank-MagenKD

Mögliche Antworten:

  • Ich war völlig blockiert, völlig starr, konnte gar nicht mehr flexibel denken und handeln.
  • Ich war ganz gefangen in dem Thema………….
  • Ich habe vor lauter Stress nur noch schnell Essen in mich reingestopft und zur Beruhigung ein paar Gläschen getrunken oder immer mal wieder eine Pausen-Zigarette geraucht.
  • Ich dachte nicht, dass das was ausmacht, das machen doch Viele.
  • Das Zwicken im Bauch und der lästige Husten, der Durchfall manchmal und die ständigen Kopf- und Nackenschmerzen waren jetzt nicht soooo schlimm und beim Arzt wartet man ja immer so ewig.
  • Wozu gibt es Schmerztabletten?
  • Schlafen kann ich auch nicht mehr so richtig, bin immer so müde.
  • Spaziergang? Wann denn?
  • Ich habe das Gefühl, mein Leben ist ziemlich leer und ernst geworden.

So oder so ähnlich könnten Deine Antworten lauten.

Der erste Schritt in die richtige Richtung

Achtung: Ab sofort ist jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung wichtig und du musst dir Zeit dafür nehmen. Zeit für dich, Ddeinen Körper, dein Leben! Du musst dir bewusst werden und erkennen, was du anders machen möchtest um deinem Körper und dir zu helfen.

Je nachdem, wie krank Dein Körper inzwischen geworden ist, kannst du vielleicht gar nicht mehr komplett heil werden? Aber auf alle Fälle soweit, dass du glücklich und zufrieden leben kannst. Das Schöne ist, wenn du Dich darauf einlässt, wirst du so wie ich, völlig neue Seiten an dir entdecken:

  • weil du lange fast bewegungsunfähig liegen musst?
  • weil du weder laufen kannst noch den Haushalt hinkriegst?
  • weil du nicht ausgehen kannst, denn langes Sitzen oder Stehen geht nicht?
  • weil du nicht Autofahren kannst oder darfst
  • weil du dauernd pausieren musst, wenn die Schmerzen Dich zurück aufs Sofa schicken?

Mache das Beste daraus

Du könntest jetzt überlegen: „O.K. bevor ich hier jeden Tag traurig und wütend bin, weil im Moment nichts funktioniert, schaue ich mal, was ich tun könnte. Irgend etwas muss doch gehen. Was würde im Moment denn klappen? Ich weiß, es dauert vielleicht ein bisschen bis einem etwas einfällt, denn man fühlt sich richtig schrecklich und muss sich auch noch von anderen helfen lassen 😊.

Rege dich außerdem erst einmal nicht über Tabletten, Krücken oder Verbände auf. Das darf vorübergehend alles sein, bis du dein Leben und deine Gesundheit wieder selbst in die Hand nehmen darfst. Gut, dass es diese Hilfen gibt. Und jetzt, suche nach etwas, das dir Freude macht und tröstet.

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Vielleicht hast du ja unentdeckte Talente, kannst Gedichte oder Geschichten schreiben oder versuchst zu malen? Vielleicht magst du Singen oder Stricken? Ich habe schon im Liegen Gitarre gespielt, habe mit vielen Kissen im Rücken in den Laptop getippt oder diktiert. Endlich mal ohne schlechtes Gewissen ein gutes Buch gelesen. Dir wird schon was einfallen. Vielleicht auch erst mal nur mit jemandem „Mensch ärgere dich nicht“ spielen und lachen. Es ist eine wunderschöne Möglichkeit, deine anderen Seiten kennenzulernen, die vorher so selten zu Wort kamen. Sei kreativ, das kann richtig Spaß machen. Die Zeit wird viel schneller vergehen und du vergisst manchmal dass du krank bist.

Es könnte eine Weile dauern, bis du dich wieder einigermaßen heil und gesund fühlst und dann magst du dein „altes Leben“ vielleicht gar nicht mehr haben, genau so, wie es vorher war? Du hast so viele schöne Dinge an und in dir entdeckt, die du ohne diese Erkrankung oder den Unfall und die viele Zeit mit dir nicht gefunden hättest.

Ich sage danke

Für mich kann ich heute sagen: Danke für die schlimmen Jahre mit vielen Operationen und fiesen Schmerzen. Ich freue mich, auf einem schönen Weg gelandet zu sein, den ich ohne diese Krankheit und diese lange Zeit der Untätigkeit gar nicht entdeckt hätte. Ich habe mich verändert, ich bin glücklicher geworden, auch weil ich gelernt habe, wie schön es ist, keine Schmerzen mehr zu haben. Wie schön das Leben ist, wenn man sich erlaubt, es zu genießen. Vorher ist es im Zeitraffer an mir vorbeigesaust, manchmal so schnell, dass ich das Gefühl hatte, gar nicht dabei zu sein.d

Erkenntnis: Verändere dein Leben so, dass du keine Symptome mehr brauchst, mit denen dir der Körper sagt: „Hey, hier läuft was schief!“ Am besten bevor es richtig ernst wird.

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War das jetzt Selbstheilung?

Hmmmm……., ja, doch, schon, denn ohne die eigene Selbstheilungskraft könnten die Ärzte, die Heilpraktiker, die Therapeuten dir Impulse geben wie sie wollten. Eine Operation beseitigt z. B. einen Prozess, der lebensgefährlich ist. Dann kommt unsere Heilkraft ins Spiel. Medikamente überbrücken, damit du manche Heilprozesse aushalten kannst. Krücken stützen, bis du wieder selbst gehen kannst. Heilen wirst du aber selbst aus Dir heraus.

Die Puzzleteile zur Heilung kommen aus unserem Unterbewusstsein und unserem Gehirn, das an Zellen, Nerven und Drüsen Befehle erteilt. Deshalb hat es auch so eine große Wirkung wie wir uns und unser Umfeld wahrnehmen, wie und was wir denken und reden oder wie wir uns selbst betrachten.

  • Ob wir erkennen, was zur Erkrankung geführt hat
  • Ob wir lernen, dass Gesundheit ein Geschenk ist
  • Ob wir die Freude und das Schöne sehen und genießen
  • Ob wir und für Liebe und Freundschaft Zeit nehmen
  • Ob uns klar wird, dass Karriere und schicke Autos nicht wirklich Spaß machen, wenn wir uns mit Beschwerden durch den Tag quälen müssen

Das Ziel

Habe immer das Bild vor Augen, wie dein gesundes Leben sein wird. Stelle dir vor, was du tun wirst und wie du dich dabei fühlst. Dieses Ziel wird dein Körper ansteuern und jeden Tag ein bisschen in diese Richtung gehen. Das klingt jetzt, als dürfe es nicht auch Rückschläge geben, aber mein Mann sagte mir damals immer: „Zwei Schritte vor und einen zurück – das ist völlig normal“.

Sollte es dir schwer fallen, die kleinen Fortschritte zu sehen, dann führe ein Tagebuch und schreibe auf, was sich gebessert hat. Nur das, sonst nichts und lies darin, wenn es dir wieder einmal nicht so gut geht. Vielleicht entdeckst du dabei deinen eigenen „Selbstheilungsrhythmus“.

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Gesund sein heißt mehr Lebensfreude, Lebensenergie und mehr Kraft zu haben. Und noch etwas, du wirst hübscher aussehen. Du wirst strahlen, von innen und das sieht man auch in deinem Äußeren.

Mein Tipp für Dich: Suche Dir einen hübschen Stein beim Spazierengehen und male Dir ein Zeichen darauf, das Dich täglich daran erinnert wie wertvoll Du und Dein Körper sind. Lege ihn dort ab, wo Du ihn jeden Tag siehst.

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Alles Liebe und fühlt euch schnell wieder gesund und voller Energie

Brigitte Miltenberge

www.innertouch.me

Danke Pixabay für die Bilder

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